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Integration von urban‐rural linkages
Sektorale Ansätze können nicht mit den unterschiedlichen Stadt‐Land‐Beziehungen gerecht werden und geteilte Institutionen können keine Lösungen bieten.
Versuche der Steuerung (auch durch Planung)
1. Regionalplanung nach 1950  Versuch Entwicklungstrends zu steuern 2. Ziel “balanced” development 3. Suche nach Alternativen  “Agropolitan” development model  Fokus Mittelstädte
Growth poles and growth centres (F. Perroux,1955):
Wirtschaftliches Entwicklung und Wachstum findet um einen bestimmten Punkt statt. Dieser Punkt ist ein verdichteter Raum, der von der Agglomeration von ökonomischen Aktivitäten profitiert und mit dem Umland interagiert und dieses mit entwickelt. Das Vorhanden sein natürlicher growth poles brachte Planer dazu eigene poles zu planen. aber nur eingeschränkt erfolgreiche, v.a. in LDCs. Zu große Disparitäten, kein spill over Effekt Wirtschaft nicht planbar
Circular and Cumulative Causation (G. Myrdal, 1957):
Annahme ist, dass soziale, wirtschaftliche Entwicklung aber auch die von Lebensräumen auf Faktoren beruht, die in positiven oder negativen Zyklen akkumulieren. Dies kann in einer freien Wirtschaft, wenn ungesteuert, Ungleichheiten erhöhen, aber durch Planung auch ausgleichen.
Polarization Reversal (Richardson, 1980):
 Exzessive Konzentration von Bevölkerung und wirtschaftlichen Aktivitäten an einem Ort z.b. Hauptstadt  Steigende Transaktionskosten (z.B. Stau, Infrastruktur) und Bodenpreise  Führt zu einem Abnehmen des Wachstums und Verlagerung zu (billigeren) kleineren Zentren oder die Peripherie.
“agropolitan” development (Friedmann & Douglas, 1978)
Oberziel: Basic needs erfüllt Durch eine Selbsttragende ländliche Entwicklung, die durch starke ökonomische Netzwerke vor Ort erreicht Wird.
“agropolitan” development - Maßnahmen
Entwicklung von rural‐urban units (Agropolitan districts), die unabhängig sind, politisch und kulturell homogen und selbstverwaltet sind. (Gegensatz zu Ujamaa in Tansania, der eher top‐down war)
Intermediate size towns (ab 1970)
Entwicklung von gleichmäßig verteilten regionalen Mittelzentren, die • die ländliche Entwicklung v.a. Landwirtschaft unterstützen • das Verbindungsglied zur Hauptstadt darstellen.
Verstädterung
Globales Phänomen: Stadtbevölkerung wächst 3Xso schnell
Der Anteil von Stadtbevölkerung kann nicht genau bestimmt werden, da
es von der Definition der Stadt abhängt (offiziell mehr als 20.000 EW)
In den meisten Ländern sind die Mehrheit der Siedlungen zwischen
500 und 50.000 Einwohnern groß
Merkmale informellen Wohnens
• Eigenbau von Häusern • Schlechte Bausubstanz und -materialien • Hohe Wohndichte (sowohl auf Wohneinheit, als auch auf Siedlung bezogen) • Unzureichende Versorgung mit Infrastruktur (Strom, Wasser, Elektrizität usw.) und sozialen Dienstleistungen • Fehlen von Eigentumsrechten z.B. Landtitel
Entstehungsformen von infromellem Wohnen
(Invasion/Besetzung, illegaler Grundstücks(ver)kauf - urbanización pirata), Nutzung von Gemeinschaftsland) - davon abhängig auch Chancen zur Verbesserung obiger Bedingungen
Informelle Wohnarten
• Squatter • Slum • Informal settlement
Informelle Siedlungen durchlaufen i.d.R. eine Entwicklung hin zu zunehmender Konsolidierung
• chronologische Entwicklung (über Jahrzehnte) • Wohnbereich: Schrittweise Verbesserung der Materialien und Realisierung von Anbauten • Wohnumfeld: Schrittweise Verbesserung der Ausstattung mit Infrastruktur --> abhängig von politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen
Wohnen bzw. Wohnlage bedingen
• Zugang zu und Qualität von technischer / sozialer Infrastruktur, Arbeit, Bildung und gesellschafts Zugehörigkeit
informelle Siedlungen - Frühere Ansätze (1960 – 1990)
• Ablehnung informeller Siedlungen und Wohnformen: Konsequenz war Abriss informeller Siedlungen, oftmals erzwungene Umsiedlung • Orientierung an Wohnstandards formeller Wohnungen • Sozialer (Massen-) Wohnungsbau für die „Armen“ • Fokus auf Haus- und Wohnungsbau – Wohnumfeld und sozio-ökonomischer Kontext eher vernachlässigt
informelle Siedlungen - Neuere Ansätze (ab 1980)
• Prozessorientierung: stufenweise Verbesserung der Wohnsituation • Hilfe zur Selbsthilfe- instrumentelle Bedeutung (sites and services, in situ upgrading) • Betonung Partizipation und Mitbestimmung als intrinsischer Wert (participatory upgrading) • Schwerpunkt auf Potenzialen • Wohnumfeldorientierung bzw. ganzheitliche Ansätze (Orientierung an Leitbildern wie sozialer Integration und Inklusion), Fokus auf soziale Bedingungen, z.B. Probleme von Arbeitslosigkeit und/oder Gewalt Trotzdem: Ältere Ansätze kommen noch vor
Theorie zur erklärung von Armut
Armut kann mit ökonomischen, sozialen und politischen Faktoren erklärt werden, die zu einem Verlust an Einkommen Besitz bzw. Potentialen bei vielen Menschen führen.
Armutsgrenze
1,25US$ pro Tag