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Humus, C/N-Verhältnis


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Definition Bodenhumus:
Humus (lat. Erde) = Gesamtheit der organischen Bodensubstanz (o.S.; OBS=Oberbodensubstanz). Dies sind alle in und auf dem Boden befindlichen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Stoffe sowie deren organische Umwandlungsprodukte. Die lebende Biomasse (Bodentiere, lebende Wurzeln) zählt nicht dazu.
Was bildet den Humuskörper?
Auflagehumus (L-, Of-, Oh-Horizonte) und Mineralbodenhumus (z.B. Ah-, Bh-Horizonte)
Was sind Nichthuminstoffe?
= Streustoffe; z.B. tote Wurzeln, Blätter, Tiere, deren Gewebestrukturen noch erkennbar sind; sie dienen den Bodenorganismen als Nahrung; daher kurze Verweilzeit im Boden → „Nährhumus“
Was sind Huminstoffe?
Stark umgewandelte organische Stoffe; keine erkennbaren Gewebestrukturen; stark dunkle Färbung; hohe Verweilzeit im Boden → „Dauerhumus“
Welche Huminstoffe gibt es?
Fulvosäuren, Huminsäuren und Humine
Talk about Fulvosäuren, 4 Punkte
1. gelb-braune, niedermolekulare, stark saure, stickstofarme Huminstoffe 2. geringes Wasserhalte- und Ionen-Adsorptionsvermögen 3. wasserlöslich und deshalb leicht verlagerbar 4. Vorkommen in sauren nährstoffarmen Böden mit geringer biologischer Aktivität (Humusform: Rohhumus)
Talk about Huminsäuren, 4 Punkte
1. braune bis schwarze, hochmolekulare, schwach saure, stickstoffreiche Huminstoffe 2. hohes Wasserhalte- und Ionen-Adsorptionsvermögen 3. geringe Mobilität 4. Vorkommen in neutralen bis schwach sauren nährstoffreichen Böden mit hoher biologischer Aktivität (Humusform: Mull)
Talk about Humine, 4 Punkte
1. schwarze, hochmolekulare, schwach saure, kohlenstoffreiche Huminstoffe 2. geringes Wasserhalte- und Ionen-Adsorptionsvermögen 3. geringe Mobilität 4. entstehen durch Alterung aus Fulvo- und Huminsäuren; Vorkommen in allen Böden
Was ist ein wichtiges analytisches Merkmal der org. Substanz und warum?
C/N-Verhältnis; Maß für 1) Zersetzbarkeit der Streu 2) die biologische Aktivität
Was bedeutet das C/N-Verhältnis?
Das C/N-Verhältnis beschreibt die Gewichtsanteile von Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N) zum Beispiel von Pflanzenteilen oder Böden, und ist ein gängiger Indikator der Stickstoffverfügbarkeit für Pflanzen und Mikroorganismen. Je kleiner die Zahl, desto enger ist das C/N-Verhältnis und umso mehr Stickstoff steht zur Verfügung. #
Was bedeutet C/N < 20:
N-Bedarf der Mikroorganismen für den Aufbau ihrer Körpersubstanz gedeckt; deshalb deutliche Freisetzung von organisch gebundenem Stickstoff bei der Humusumsetzung; Mikroorganismen selbst leicht zersetzbar, da vorwiegend aus leicht abbaubaren (N-reichen) Stoffen bestehend → Mull
Was bedeutet C/N > ca. 25?
zunehmende Hemmung des mikrobiellen Substanzabbaus
Was bedeutet C/N > ca. 30?
mikrobielle Immobilisierung von N durch organische Bindung (vgl. Inkorporation) → Entstehung von ROHHUMUS durch N-Limitierung
Welche Bäume binden besonders viel Stickstoff?
Ulme, Erle, Esche, Robinie
Welche Bäume binden besonders wenig Stickstoff?
Lärche, Douglase, Kiefer, aber auch Roteiche, Buche, Eiche ...