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Kennzeichnung der Böden


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Grundsätzliches dazu, wie Kennzeichnung von Böden erfolgt
Auf Grundlage von pedogenen und geogenen Horizontmerkmalen. Horizonte und Horizontmerkmale werden durch Haupt- und Nebensymbole bezeichnet. Aus spezifischen Horizontabfolgen (bodenprofilbeschreibung) wird der Bodentyp abgeleitet.
Wie werden Horizonte und Horizontmerkmale bezeichnet?
Durch Haupt- und Nebensymbole.
Woraus wird der Bodentyp abgeleitet?
Aus spezifischen Horizontabfolgen (Bodenprofilbeschreibung)
Nenne die drei Hauptsymbole für organische Horizonte (> 30% org. Substanz)
H, L, O (Humus, litter, organisch)
Wofür steht das Hauptsymbol H?
H von Humus: aus Resten torfbildender Pflanzen (=Torf)
Wofür steht das Hauptsymbol L?
L von englisch litter = Streu; aus Ansammlung von nicht und wenig zersetzter Pflanzensubstanz an der Oberfläche
Wofür steht das Hauptsymbol O?
Aus Ansammlung stark zersetzter Pflanzensubstanz (soweit nicht H-Horizont); O von organisch
Welche Hauptsymbole gibt es für mineralische Horizonte (>30% org. Substanz)?
A, B, C, G, S, M, R
Wofür steht das Hauptsymbol A?
Oberbodenhorizont mit Akkumulation organischer Substanz, häufig an (mineralischen) Stoffen auswaschungsbedingt verarmt
Wofür steht das Hauptsymbol B?
Unterbodenhorizont mit Änderung von Stoffbestand und Farbe gegenüber dem Ausgangsgestein, häufig mit verlagerten Stoffen angereichert
Wofür steht das Hauptsymbol C?
Untergrundhorizont
Wofür steht das Hauptsymbol G?
Bodenhorizont mit Grundwassereinfluss; G von Grundwasser
Wofür steht das Hauptsymbol S?
Bodenhorizont mit Stauwassereinfluss; S von Stauwasser
Wofür steht das Hauptsymbol M?
Bodenhorizont aus sedimentiertem, holozänem, humosem Bodenmaterial; M von lateinsich migrare = wandern
Wofür steht das Hauptsymbol R?
Anthropogener Mischhorizont, entstanden durch tiefgreifende bodenmischende Meliorationsmaßnahmen; R von Rigolen (angebl. (!) frz. Für Graben)
Welche Zusatzsymbole für geogene und anthropogene Merkmale gibt es?
f, j, y, m, l, x, c, e, i, r, II, III, h, nicht
Wofür steht das Zusatzsymbol f? geogene und anthropogene Merkmale
Fossil, z.B. fA
Wofür steht das Zusatzsymbol j, y? geogene und anthropogene Merkmale
Anthropogen umgelagertes Natursubstrat (j) bzw. Kunstsubstrat (y)
Wofür steht das Zusatzsymbol m? geogene und anthropogene Merkmale
Massives Substrat, nicht grabbar, z.B. mC
Wofür steht das Zusatzsymbol l? geogene und anthropogene Merkmale
Lockersubstrat, z.B. lC
Wofür steht das Zusatzsymbol x? geogene und anthropogene Merkmale
Steinig (>95% Steine), z.B. lC
Wofür steht das Zusatzsymbol c? geogene und anthropogene Merkmale
Carbonatisch (>75% Kalk), z.B. cC
Wofür steht das Zusatzsymbol e? geogene und anthropogene Merkmale
Mergelig (2 – 75% Kalk), z.B. eC
Wofür steht das Zusatzsymbol i? geogene und anthropogene Merkmale
Kieselig, silikatisch (< 2% Kalk), z.B. ilC
Wofür steht das Zusatzsymbol r? geogene und anthropogene Merkmale
Reliktisch, z.B. rG
Wofür steht das Zusatzsymbol II, III geogene und anthropogene Merkmale
geologischer Schichtwechsel: 2., 3. Schicht
Wofür steht das Zusatzsymbol h, n? geogene und anthropogene Merkmale
Hochmoor, Niedermoor (nH, hH)
Wo kommen die Zusatzsymbole in Bezug auf das Hauptsymbol hin? geogene und anthropogene Merkmale
Sie werden dem Haupstymbol vorangestellt
Was sind die Zusatzsymbole für pedogene Merkmale?
f, i, h, a, p, v, b, e, s, o, r, m, l, t, d, w
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol f?
Vermodert, fermentiert, Of
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol i?
Initial (beginnend), Ai
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol h?
Humos, z.B. Oh, Ah, Behandlung
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol a?
Anmoorig (15 – 30 % Humus), Aa
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol p?
(einmalig) gepflügt, Ap
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol v?
Verwittert, verbraunt, verlehmt; Bv, Cv
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol b?
gebändert, z.B. Bb
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol e?
Ausgewaschen (eluvial), Ae
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol s?
Angereichert mit Sesquioxiden (Al-, Fe-Oxide), z.B. Bs
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol o?
Oxidiert, z:b. Go
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol r?
Reduziert, z.B. Gr
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol m?
Massiv (pedogen verfestigt), z.B. Bms, Gmo
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol l?
Lessiviert, tonverarmt; z.B. Al
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol t?
Tonangereichert; z.B. Bt
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol d?
Dicht (wasserstauend), Sd
pedogene Merkmale: Wofür steht das Zusatzsymbol w?
Stauwasserleitend, Stellenwert
Wo stehen die Zusatzsymbole für pedogene Merkmale in Bezug auf die Hauptsymbole?
Sie werden dem Hauptsymbol nachgestellt.
Humusakkumulation: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Vorhandensein organischer Substanz abgestorbener Lebewesen (Pflanzen, Tiere), Wurzeln, Bestandesabfall = Streu; Humusakkumulation gefördert durch: Luftmangel (Nässe), Kälte, Bodenazidität, Nährstoffmangel (→ Auflagehumus); hohe Biomasseproduktion, Bioturbation und Sommertrocknis (→ Steppenböden); schwer abbaubarer Bestandesabfall (Nadelholz, Zwergsträucher)
Humusakkumulation: Welche (bio-)chemischen Reaktionen laufen im Boden ab?
Einmischen von Streu durch wühlende Tiere; Zerkleinerung; Auflösen von Zellwänden und Gewebestruktur durch Zersetzergemeinschaft (Verwesung); Synthese neuer hochmolekularer stabiler Huminstoffe (Humifizierung); Bildung von Ton-Humus-Komplexen
Humusakkumulation: Welche Merkmale dienen der Erkennung des Prozesses?
Ausbildung einer Humusauflage; dunkle Verfärbung des mineralischen Oberbodens durch Huminstoffe | Kennzeichnung der betreffenden Horizonte: Of, Oh, Ai, Ah, Aa, H
Alter des Bodenhumus (14C-Alter): Auflagehorizonte
Jahre bis Jahrzehnte
Alter des Bodenhumus (14C-Alter): Ah-Horizonte
< 500 Jahre
Alter des Bodenhumus (14C-Alter): tonreiche Unterbodenhorizonte → Ton-Humus-Komplexe
Jahrtausende
Woraus besteht ein Ton-Humus-Komplex (z.B: Regenwurmlosung)
Aus Huminstoffen (negativ geladen) und Tonmineralien (negativ geladen), die über (positiv geladene) Calcium-Brücken verbunden sind.
Fachbegriff für Schwarzerde
Tschernozem
Waldhumus: 3 Vertreter für Akkumulation von Auflagenschichten
Mull, Moder, Rohhumus
L-Mull (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Ah; nur L-Lage vorhanden, Oh-Lage nicht vorhanden
F-Mull (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Of-Ah; L- und Of-Lage vorhanden, Oh-Lage nicht vorhanden
mullartiger Moder (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Of-(Oh)-A(e)h; Oh-Lage vorhanden, aber sehr dünn (2-5 man muss) bzw. stellenweise fehlend; sehr unscharfer Übergang zum Mineralboden
typischer Moder (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Of-Oh-Aeh; Oh-Lage > 5 cm; Oh-Material kaffeesatzartig und nicht aggregiet; unscharfe Horizontübergänge; Auflage schwer vom Mineralboden zu trennen
rohhumusartiger Moder (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Of-Oh-Ahe; Oh-Lage miest > 2cm; Oh-Material grob bröckelig brechbar; scharfe Grenzen zwischen den Humushorizonten sowie zwischen Auflage und Mineralboden; Of-Lage in Schichten von der Oh-Lage lösbar
Rohhumus (Kriterien der Humusformansprache: beispielhafte Horizontabfolgen und diagnostische Humusmerkmale):
L-Of-Oh-Ahe-Ae-B(h)s; Oh-Lage meist > 3cm; Oh-material scharfkantig brechbar; Of-Material stark verfilzt und dadurch biegefähig; sehr scharfe Grenzen zwischen den Humushorizonten sowie zwischen Auflage und Mineralboden; Of-Lage leicht in großen Schollen von der Oh-Lage lösbar