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(Lit) Einführung


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lebenslanges Lernen
Fokus der Bildungspsychologie
formal vs. inhaltlich
2 Ebenen des Bildungsbegriffs
Bildung als Prozess und Produkt (Ergebnis eines Prozesses)
formaler Bildungsbegriff
überdauernde Ausprägungen der PSK eines Menschen, die unter einer gesellschaftlich-normativen Perspektive wünschenswert sind
Bildung als Produkt =
Aufbau und Art & Weise der sozialen Vermittlung der wünschenswerten PSK-Ausprägungen
Bildung als Prozess =
Wodurch zeichnet sich ein gebildeter Mensch aus? -> unterliegt historischem Wandel, unterscheidet sich zwischen verschiedenen sozialen Milieus
inhaltlicher Bildungsbegriff
(1) verfügbare Wissensbestände & kulturelle Fähigkeiten, (2) kommunikative Kompetenz & Ausstrahlung (Ergebnis aus Befragungen)
milieuübergreifende Bildungskomponenten (Barz, 1999)
Abscheu & Abwehr von Unmenschlichkeit, Wahrnehmung von Glück, Fähigkeit & Wille zur Verständigung, Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz, Wachheit für letzte Fragen, Bereitschaft zur (Selbst-) Verantwortung (theoretisch-normative Überlegungen)
Bildungsmaßstäbe (Hentig, 2001)
3 Dimensionen: Bildungskarriere des Individuums, Aufgabenbereiche der Bildungspsychologen, Handlungsebenen der bildungspsychologischen Aktivitäten/Maßnahmen
Strukturmodell der Bildungspsychologie
weder noch, sondern gleichermaßen Berücksichtigung von Grundlagen- und Anwendungsforschung
Bildungspsychologie als Grundlagen- oder Anwendungsfach?
2 Dimensionen: Anwendungs- vs. Erkenntnisziele
Quadrantenmodell wissenschaftlichen Arbeitens (Stokes, 1997)
Anwendungsziel (–), Erkenntnisziel (+)
pure basic research (Quadrantenmodell)
Anwendungsziel (+), Erkenntnisziel (+)
use-inspired basic research
Anwendungsziel (+) Erkenntnisziel (-)
pure applied research
als use-inspired basic research
Bildungspsychologie im Quadrantenmodell wissenschaftlichen Arbeitens
Philosophie (Rousseau, Pestalozzi, Herbart, Fröbel)
erste Überlegung der Päd.Psy.
um 1900 (Lehrerbildung)
Etablierung der Päd.Psy. als Anwendungsfach
angehende Gymnasiallehrer sollen über philosophische & psychologische Kenntnisse verfügen -> Einrichtung spezieller Lehrstühle (auch W. Wundt hatte einen solchen in Leipzig inne)
Dekret des preußischen Schulministeriums (1824)
Erziehung (und Bildung) des Individuums
Fokus der frühen Päd.Psy.
1879, Wilhelm Wundt, Leipzig
Gründung des 1. psycholog. Laboratoriums
Selbstverständnisveränderung von philosophisch-geisteswissenschaftlicher zu empirisch orientierter Wissenschaft im Grenzbereich von Psychologie, Erziehungswissenschaft und interdisziplinärer Bildungsforschung
Päd.Psy. als anwendungsorientierte, experimentelle Wissenschaft
"Zeitschrift für Pädagogische Psychologie" (1899), Austausch zwischen Pädagogen & Psychologen ("Experimentelle Pädagogik"), internationale Forschung, Wechselseitige Beeinflussung von Grundlagen- & Anwendungsforschung, Fragestellungen über schulische Themen hinaus (z.B. psych. Gesundheit v. Kindern & Jugendlichen)
Gründungsphase der Päd.Psy. (vor 1. WK)
empirisch-experimentell vs. geisteswissenschaftlich-phänomenologisch; "Schulenstreit" (Naturwissenschaft, Behaviorismus, Gestalt-, verstehende, Strukturpsychologie, Psychoanalyse); Lehr- und Prüfungsfach im Lehramtsstudium
Richtungsstreit der Päd.Psy. (1920er/30er Jahre)
in USA weit verbreitet, in Dtl. keine nennenswerte Rolle
Behaviorismus in den 1920er/30er Jahren
Unterbindung von internationalem Gedankenaustausch, Vertreibung jüdischer Wissenschaftler, Überwachung der Wissenschaft; wachsender Psychologiebedarf (v.a. Eignungsdiagnostik); Einführung Diplomprüfungsordnung
Päd.Psy. im Nationalsozialismus (1933-45)
April 1941; zuvor nur Promotion als Studienabschluss möglich; Wehrmachtspsychologie als außeruniversitäres Beschäftigungsfeld; "Pädagogische Psychologie & Psychagogik" als Prüfungsfach
1. Diplomprüfungsordnung
Instandsetzung der Infrastruktur (Gebäude, Labore, Bibliotheken etc.), Neurekrutierung wissenschaftl. Personals, Anpassung von Forschung & Lehre an internationalen Standard; Beibehaltung der Diplomprüfungsordnung; Beibehaltung der geisteswissenschaftlich-phänomenologischen Forschungstradition; einzelne Befürworter eines strikt experimentellen Ansatzes der (Päd.) Psy. & Erziehungswissenschaft
Neubeginn & Restauration der Päd.Psy. nach 2. WK
Freiheit der Wissenschaft in Forschung und Lehre
Päd. Psy. in der BRD (geteiltes Dtl.)
Kontrolle durch marxistisch-leninistisches System; Pädagogik sollte zur sozialistisch-marxistischen Gesellschaftsordnung beitragen; Kontrolle/Unterbindung von Austausch mit BRD
Päd. Psy. in der DDR
Beobachtung und Erforschung des unter Erziehungseinwirkung stehenden Kindes und Jugendlichen
Aufgaben der Päd. Psy. nach Roth (1959)
"Bildungskatastrophen-Debatte", Institutsgründungen/Förderung emp. Bildungsforschung, Akademisierung von Grund-/Hauptschullehrern
Aufwärtstrend der Päd.Psy. in West-Dtl.
erst in den 1960er/70er Jahren
Verbreitung behavioristischer Ideen zur Lernforschung in Dtl.
zufällig ausgewählte Grundschüler wurden als "Intelligenz-Aufblüher" ihren Klassenlehrern genannt und hatten ihren IQ nach einem Jahr signifikanter gesteigert als andere Kinder
Pygmalion-Effekt (Rosenthal & Jacobson, 1971)
zunehmend kognitive Theorien, starke Beteiligung an (inter-) nationalen Forschungs- & Evaluationsprojekten; in Ostdeutschland Neugestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen & Übernahme westl. Forschungstraditionen & Bewertungskriterien
neuere Entwicklungstrends der Päd. Psy. (seit 1980er Jahren)
Longitudinalstudie zur Genese individueller Kompetenzen
LOGIK-Studie (1984ff.)
Untersuchung der menschl. Entwicklung in unterschiedl. Bereichen -> Beobachtung von 4-Jährigen bis ins junge Erwachsenenalter
LOGIK-Studie: Ziel (1984ff.)
Schulorganisatorische Lernangebote und Sozialisation von Talenten, Interessen und Kompetenzen
SCHOLASTIK-Studie (1987ff.)
Beschreibung und Erklärung individueller Entwicklungsverläufe während der Grundschulzeit in Abhängigkeit von affektiven und kognitiven Eingangsbedingungen sowie Merkmalen des schulischen Kontextes
SCHOLASTIK-Studie: Ziel (1987ff.)
Bildungsprozesse und psychosoziale Entwicklung im Jugendalter
BIJU-Studie (1991ff.)
Untersuchung von Bildungskarrieren im Jugend- und frühen Erwachsenenalter in Abhängigkeit von unterschiedlichen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (besondere Berücksichtigung des Strukturwandels in Ostdeutschland)
BIJU-Studie
Kritik am Behaviorismus; Analyse menschl. Erlebens und Verhaltens erfordert Betrachtung von Kognitionen im Handlungsverlauf (Ziele, Motive, Handlungsstrategien etc.)
"Kognitive Wende" (späte 1960er Jahre)
Lernen wird vor Hintergrund der Gedächtnis- & Wissenspsychologie diskutiert; kognitive Modelle in der Motivationsforschung
Kognitive Wende in der Päd. Psy.
Novizen-Experten-Paradigma
Neuorientierung in der modernen Lehr- & Unterrichtsforschung: vom "Prozess-Produkt-Paradigma" zum…