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(Lit) Wissenserwerb – Lernformen


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Lernen mit Texten: Inhaltspräsentation
Textoberfläche, -basis, Situationsmodell
Textoberfläche =
wörtl. Abbild (sprachl. Details)
Textbasis =
Textaussagen (unabhängig von Aktiv-/Passivformulierung, Synonymverwendung etc.)
Propositionen =
von der Formulierung unabhängig zu denkende Aussagen (z.B. „Max ging…, er wollte…“; Max = er)
globale Kohärenzbildung =
sinnvolle Organisation einzelner Textaussagen, Konstruktion von sog. Makropropositionen (gelingt meist automatisch)
Situationsmodell =
(tieferes) Verstehen des Textes (z.B. Implikationen des Gesagten)
Qualität des Textlernens: beeinflusst v.a. durch…
a) Qualität des Textes, b) Vorwissen und c) mentale Aktivitäten/Lesestrategien des Lernenden
Fazit Lernen mit Texten
aktive Verarbeitung
Lernen aus Beispielen & Modellen: Inhalt
Problemstellung, Lösungsschritte, Lösung
Lernen aus Beispielen & Modellen: Anwendung
algorithmische (z.B. Mathe, Physik) und nicht-algorithmische (z.B. Kunst, interdisziplinäre Zusammenarbeit) Lernbereiche → ERWERB kogn. Fähigkeiten
Beispielbasiertes Lernen =
Bearbeitung mehrerer Beispiele zur Verstehensherstellung (vor verstehensorientierter selbstständiger Aufgabensbearbeitung)
Prompts =
Aufforderungen / Leitfragen (sich die Logik der Bsp. bewusst machen) → Selbsterklärung
Lernen aus Beispielen & Modellen: Übergang zur selbstständigen Aufgabenbearbeitung
schrittweise Ausblendung der Beispiele
Lernen durch unterstützendes Aufgabenbearbeiten
Cognitive Tutors
Cognitive Tutors: Grundlage
ACT - Theorie (kogn. Fähigkeiten/prozedurales Wissen = Produktionsregeln/-systeme aus Wenn- und Dann-Komponente)
Cognitive Tutors: Anwendungsbereiche
v.a. Mathe, Chemie
Cognitive Tutors: Hauptmechanismen
model tracing & knowledge tracing
model tracing (Cognitive Tutors)
System von Produktionsregeln, das korrektes Aufgabenbearbeiten und typische Fehler beinhaltet → Fehleranzeige, Hilfe
knowledge tracing (Cognitive Tutors)
kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsberechnung, ob Lerner Produktionsregel bereits gelernt hat → skill bars & mastery-Prinzip
skill bars (knowledge tracing)
Rückmeldung aktueller Wissenstand und Lernfortschritt
master-Prinzip (knowledge tracing)
Vorgabe von (Zusatz-) Aufgaben für noch nicht beherrschte Regeln
üben =
Lernaktivitäten zur Stärkung, Automatisierung und Feinabstimmung (nach Fertigkeitserwerb)
Potenzgesetz der Übung (power law of practice)
Übungseffekte sind zu Beginn sehr stark und werden mit der Zeit schwächer; die Fertigkeit strebt einer Leistungsobergrenze zu
Prinzipien effektiver Übung
(1) Überlernen, (2) verteilte Übung, (3) Übung im Kontext des "Ganzen", (4) reflektierte Übung
Überlernen =
zur Sicherung des Lernerfolgs sollte über das Ziel hinaus gelernt werden
verteilte Übung =
mehrere kleinere Übungseinheiten statt wenigen großen (z.B. besser 4x 30 Minuten Klavierspiel pro Woche statt einmal 120 Min.)
Übung im Kontext des "Ganzen"
Gesamtüberblick über Vorgehen/Aufgabe bewahren (Motivation!)
reflektierte Übung
zugrunde liegende Prinzipien reflektieren; v.a. für Feinabstimmung notwendig (z.B. beim Geigenspiel schwierige Stellen bewusst üben statt „drüberspielen“)
Lernen durch (gelenktes) Erkunden
zentrale Konzepte/Prinzipien selbst generieren (≠ rezeptives Lernen, d.h. direkte Vermittlung)
Lernen durch Erkunden: Ziele
neues Wissen in bestehende Wissensbasis integrieren, Bewusstwerdung über eigene Fehlvorstellungen/ Defizite, Erhöhung der Lernmotivation, Förderung von Wissenserwerbsstrategien (Lernen lernen) & Metakognitionen, Erwerb fachspezifischer wissenschaftlicher Vorgehensweisen (z.B. Experimentieren in Physik)
Lernen durch Gruppenarbeit
Problemlösung + Lernen jedes einzelnen Gruppenmitglieds zentral
Gruppenarbeitsziele (Schule)
Wissenserwerb + z.B. Stärkung des Selbstkonzepts, Erwerb soz. Fertigkeiten, Integration von Minderheiten
Faktoren erfolgreichen Gruppenlernens
(1) soziokognitive Konflikte, (2) Zone der nächsthöheren Entwicklung, (3) kogn. Elaboration & Metakognition, (4) argumentativer Diskurs
Neo-Piaget ́sche Perspektive
Soziokognitive Konflikte: Umstrukturierung von Wissensstrukturen bei sich widersprechenden Sichtweisen mgl.
Neo-Vygotsky ́sche Perspektive
Zone der nächsthöheren Entwicklung: Problemlösen in der Gruppe auf höherem Niveau als bei Einzelnem
Perspektive der kognitiven Elaboration & Metakognition
Perspektive der aktiven Informationsverarbeitung: Auslösung kogn. und metakogn. Lernaktivitäten; eigene Sichtweise explizieren und rechtfertigen; gegenseitige Erklärungen (erfordert (Re-) Organisation von Wissen)
Perspektive des argumentativen Diskurs
Evidenz und Gegenevidenz suchen + Gewichtung, eigene Sichtweisen differenzieren, Vermittlung von Argumentationsfertigkeiten