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(Lit) Wissenserwerb – Intelligenz/Vorwissen


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Annahmen einer Person über die Natur des Wissens
episteomologische Überzeugungen (epistemological beliefs) =
Objektivität, Richtigkeit, Aussagekraft, Herkunft
epistemolog. Überzeugungen: subjektive Vorstellungen über die ____________, ____________, ___________ oder ___________ von Wissen
Dualism, Multiplicity, Contextual Realtivsm, Commitment within Relativsm (→ fortlaufende Höherentwicklung durch kogn. Ungleichgewicht als Rkt. auf Umwelteinflüsse)
Epistemologische Kategorien nach Perry
absolute Wahrheit (richtig - falsch, gut - schlecht, schwarz - weiß)
Dualism (Perry)
3 Kategorien (richtig, falsch, noch (!) unbekannt)
Multiplicity (Perry)
Aneignung von Wissen als konstruktiver Prozess (relativ & kontextbezogen)
Contextual Relativsm (Perry)
Verantwortung für eigene Konstruktion von Wissensaneignungs- und Lernprozessen (individuelle Richtigkeit/Wichtigkeit v. Wissen wird moralisch-ethisch begründet)
Commitment within Relativsm (Perry)
Quick Learning, Fixed Ability, Simple Knowledge, Certain Knowledge, Source of Knowledge
Epistemologische Dimensionen nach Schommer
schnell – schrittweise
Quick Learning (Schommer): Lernen erfolgt...
angeboren – veränderbar
Fixed Ability (Schommer): Lernfähigkeit ist…
isolierten, einfachen Fakten – komplexen, vernetzten System
Simple Knowledge (Schommer): Wissen besteht aus…
sicher – unsicher
Certain Knowledge (Schommer): Wissen ist…
von Autoritäten vermittelt – selbst konstruiert
Source of Knowledge (Schommer): Wissen wird…
v.a. grundlegende, oft angeborene Fähigkeiten (z.B. Intelligenz)
Begabungsforschung
v.a. fortgeschrittene Leistungen Erwachsener (berufl./künstl. Domänen, Lern-/Übungsprozesse, Aufbau einer umfangreichen Wissensbasis)
Expertiseforschung
Fähigkeit zur Anpassung an neuartige Bedingungen und zur Lösung neuer Probleme auf Grundlage vorangehender Erfahrungen im gesellschaftlichen Kontext
Intelligenz =
(1) globale Intelligenzmodelle, (2) Strukturmodelle, (3) hierarchische Intelligenzmodelle
psychometrische Intelligenzforschung: Modelle
Binet & Simon (1905): IQ (Quotient aus Intelligenz- und Lebensalter)
Gobale Intelligenzmodelle
Intelligenz = Fähigkeit, die sich aus mehreren Faktoren zusammen setzt
Strukturmodelle der Intelligenz
allgemeine Intelligenz (g-Faktor) + Spezial- (s-) Faktoren (z.B. sprach. Können, mathem. Begabung)
Zwei-Faktoren-Modell (Spearman, 1904)
7 Primärfaktoren → sind nicht voneinander unabhängig (→ Korrelation = g-Faktor)
Primärfaktorenmodell (Thurstone, 1938)
Sprachverständnis, Wortflüssigkeit, Rechenfertigkeit, Raumvorstellung, mechanisches Gedächtnis, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Induktion/Schlussfolgern
Primärfaktoren nach Thurstone
4 Inhalte + 5 Operationen + 6 Produkte (→ 4x5x6=120 versuch. mentale Fähigkeiten)
Structure-of-Intellect-Modell (Guilford, 1967)
fürsorglich, symbolisch, semantisch, behavioral
4 Inhalte der Intelligenz (Guilford)
Kognition, Gedächtnis, divergierendes Denken, konvergierendes Denken, Evaluation)
5 Operationen der Intelligenz (Guilford)
Einheiten, Klassen, Relationen, Systeme, Transformationen, Implikationen)
6 Produkte der Intelligenz (Guilford)
Generalfaktor/allg. Intelligenz → Teilkomponenten (z.B. fluide vs. kristalline o. verbale vs. praktische Intelligenz)
Hierarchische Modelle
fluide (Basisprozesse des Denkens, überwiegend genetisch determiniert) vs. kristalline Intelligenz (Bedeutung bisheriger Lernerfahrungen, kulturabhängig)
Hierarchisches Modell nach Cattell (1963)
verbale (sprachl.) vs. praktische (Handlungs-) Intelligenz
Hierarchisches Modell nach Wechsler (1958)
2 Operationen: Aufgabenmaterial (INHALT), kogn. Prozesse (OPERATIONEN)
Berliner Intelligenzstrukturmodell / BIS-Modell (hierarchisches Modell)
Figur-bildhaft, verbal, numerisch
BIS-Modell: Inhalte
Bearbeitungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit, Einfallsreichtum, Verarbeitungskapazität
BIS-Modell: Operationen
intelligenter Umgang mit eigenen Emotionen und Emotionen anderer
Emotionale Intelligenz (Salovey & Mayer, 1990)
8 Intelligenztypen (unabhängig, Verknüpfung zu modalerem Gesamtkonzept der Intelligenz mgl.)
Theorie der multiplen Intelligenzen (Gardner, 1983)
linguistische, logisch-mathematische, visuell-räumliche, musikalische, körperlich-kinästhetische, interpersonale, intrapersonale, naturalistische Intelligenz
Intelligenztypen (Gardner, 1983)
keine Empirie/Messinstrumente zu Typen, Intelligenzbegriff statt Fähig-/Fertigkeit
Theorie multipler Intelligenzen: Kritik
methodisch trennbar, inhaltlich eng verbunden
Intelligenz & Wissen
relativ überdauernder Gedächtnisinhalt (Bedeutung durch soz. Übereinkunft festgelegt)
Wissen =
Inhalt vs. Form eines kogn. Prozesses
Wissen vs. Denken
Erwerb, Repräsentation & Organisation im Gedächtnis, Abrufprozesse, Anwendung (Denken, Handeln) von Wissen
Themenbereiche d. Wissenspsychologie
1950er Jahre (kogn. Wende), Aufschwung in 70er Jahren: Kogn. Prozesse für Lernen/Wissenserwerb/Leistungsverbesserung als Info.verarbeitg.prozesse
Informationsverarbeitungsansatz
Bildung bedeutungstragender Informationseinheiten (Arbeitsgedächtnis)
Chunking =
Prozeduralisierung (Umwandlung deklaratives (Fakten-) in prozedurales Wissen → "Wenn-Dann-Regeln")
Wissensanwendung
ACT*-Theorie (Adaptive Control of Thought Theory)
Prozeduralisierung/Automatisierung von Fertigkeiten
3 Stufen: deklarative Stufe → Kompilation → Tuning
ACT*-Theorie: Fertigkeitserwerb
Deklaratives Wissen wird (aufwendig) erworben
Deklarative Stufe (ACT*-Theorie)
Umwandlung deklaratives in leistungsstarkes prozedurales Wissen
Stufe der Kompilation (ACT*-Theorie)
Feinabstimmung prozeduralen Wissens in der Praxis (Stärkung erfolgreicher Regeln, Tilgung erfolgloser Regeln)
Stufe des Tuning (ACT*-Theorie)
4 (Wissensarten) x 5 (Wissensmerkmale) = 20 Wissensformen; umfassend, aber kein Anspruch auf Vollständigkeit
Wissensformen (De Jong & Ferguson-Hessler, 1996)
Situationales, Konzeptuelles, Prozedurales, Strategisches Wissen
Wissensarten (De Jong & Ferguson-Hessler, 1996)
hierarchischer Status, innere Struktur, Automatisierungsgrad, Modalität, Allgemeinheitsgrad
Wissensmerkmale (De Jong & Ferguson-Hessler, 1996)
Situationales Wissen (Wissensart)
Wissen über typische Situationen (+ übliche Informationen)
Konzeptuelles Wissen (Wissensart)
statisches Wissen über Fakten/Begriffe/Prinzipien
Prozedurales Wissen (Wissensart)
Wissen über Handlungen, die zum Erfolg führen
Strategisches Wissen (Wissensart)
Metakognitives Wissen über Gestaltung eigenen Problemlöseverhaltens / Handlungspläne
oberflächlich ↔ tief verarbeitet
hierarchischer Status (Wissensmerkmale)
isolierte Wissenseinheiten ↔ vernetztes Wissen
innere Struktur (Wissensmerkmale)
deklarativ (explizites Faktenwissen) ↔ kompiliert (routiniertes, automatisiertes Prozedurenwissen)
Automatisierungsgrad (Wissensmerkmale)
bildliche ↔ propositional-analytische Wissensdarstellung
Modalität (Wissensmerkmale)
generell ↔ domänenspezifisch
Allgemeinheitsgrad (Wissensmerkmale)
ein Individuum ein Ziel verfolgt, aber eine Barriere den Weg dorthin blockiert (wohl vs. schlecht definierte Probleme)
Ein Problem liegt vor, wenn… (Dörner, 1979)
klare Aufgabenanforderungen (eindeutige Definitionen von Zielen & Barrieren)
Wohldefinierte Probleme (Dörner, 1979)
nicht eindeutige Aufgabenanforderungen (nicht eindeutige Definitionen von Zielen & Barrieren)
Schlecht definierte Probleme (Dörner, 1979)
Experten flexibler als Novizen (→ 3 Fähigkeiten)
Komplexe Problemlöseprozesse
zu verschiedenen Hypothesen zu gelangen
Experten: Fähigkeit, mentale Repräsentationen von Problemen zu variieren und somit…
oberflächlich vs. prinzipienorientiert zu argumentieren
Experten: Fähigkeit, die Analyseebenen situativ zu verändern, also etwa…
Aufgaben schneller und erfolgreicher zu lösen
Experten: Fähigkeit, Verarbeitungsstrategien zu wechseln und damit…
hohe Intelligenz ist nur von Vorteil, wenn sie in bereichsspezifisches Wissen umgesetzt wird
Wissen & Intelligenz: INTELLIGENTES WISSEN (F. Weinert)
dreiphasiges Modell des Kompetenzerwerbs: kognitive → assoziative → autonome Phase (Intelligenz mit zunehmenden Wissenserwerb von abnehmender Bedeutsamkeit)
Wissen & Intelligenz: ABILITY DETERMINANTS OF SKILLED PERFORMANCE (P. Ackermann)
analytische + kreative + praktische Intelligenz
Wissen & Intelligenz: ERFOLGSINTELLIGENZ (R. Sternberg)
Fähigkeit, mit realen Problemen erfolgreich umzugehen
Praktische Intelligenz (Sternberg) =
hängen nicht zwangsweise zusammen
Intelligenz & Erfolgsintelligenz (Sternberg)
Bearbeitung (meist) kurzer Aufgaben (unter Zeitbeschränkung), z.B. Sätze ergänzen, mentale Rotation, logische Schlussfolgerungen
Messung von Intelligenz mit PSYCHOMETRISCHER Tradition
Raven-Matrizen-Test: Advanced Progressive Matrices
APM (Intelligenztest)
Zweifaktorenmodell von Spearman, sprachfreie Erfassung des Intelligenzpotenzials
APM: Kurzbeschreibung
Berliner Intelligenzstruktur-Test
BIS (Intelligenztest)
Vielfalt und Breite von Intelligenzleistungen (45 Aufgabentypen)
BIS: Kurzbeschreibung
Hannover-Wechsler-Intelligenz-Test für das Vorschulalter
HAWIVA (Intelligenztest)
Intelligenzmodell von Wechsler. Erfassung allgemeiner und spezifischer Fähigkei- ten bei Kindern im Vorschulalter
HAWIVA: Kurzbeschreibung
Hamburg-Wechsler-Intelligenz- test für Kinder
HAWIK (Intelligenztest)
Nach Intelligenzmodell und WISC-Test von Wechsler: Je fünf Untertests zum „HANDLUNGsteil“ (Bilderergänzen, Zahlen-Symbol-Test, Bilderordnen, Mosaiktest, Figurenlegen) und zum „VERBALteil“ (allgemeines Wissen, Gemeinsamkeiten finden, rechnerisches Denken, Wortschatztest, allgemeines Verständnis). Ferner Untertests Zahlennachsprechen, Symboltest, Labyrinthtest
HAWIK: Kurzbeschreibung
Hamburg-Wechsler-Intelligenz- test für Erwachsene
HAWIE (Intelligenztest)
Intelligenzmodell von Wechsler, Messung der allgemeinen, der sprachlichen und Handlungsintelligenz; Profilanalyse
HAWIE: Kurzbeschreibung
Intelligenz-Struktur-Test 70
IST-70 (Intelligenztest)
Intelligenzstruktur als Gefüge aus sprachlichen und rechnerischen Fähigkeiten, räumlichem Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit; Profilanalyse vor allem für Eignungsdiagnostik
IST-70: Kurzbeschreibung
Kognitiver Fähigkeits-Test
KFT (Intelligenztest)
Kognitive Fähigkeiten (vor allem für schulisches Lernen) in den Bereichen sprach- liches Denken, quantitative (numerische) Fähigkeiten und anschauungsgebun- denes (figurales) Denken; Fokus auf Verarbeitungskapazität im Sinne des Berliner Intelligenzstrukturmodells
KFT: Kurzbeschreibung
Leistungsprüfsystem
LPS (Intelligenztest)
Intelligenzmodell von Thurstone, Analyse der Intelligenzarten, Ermittlung der Begabungsstruktur
LPS: Kurzbeschreibung
Raven Matrizen Test: Standard Progressive Matrices
SPM (Intelligenztest)
Zweifaktorenmodell von Spearman, Erfassung des g-Faktors
SPM: Kurzbeschreibung
Tacit (implizit) Knowledge → Grenzbereich zur Messung v. Wissen
Messung praktische Intelligenz (PI)
Interviews/Protokolle lauten Denkens
Messung PI: Konstruktion konzeptueller Modelle über…
erfolgreichen Berufstätigen
Messung PI: qualitative Interviews mit…
deren Relevanz durch Berufstätige
Messung PI: Einschätzung arbeitsverbundener Situationen + …
idealen (statt tatsächlichen) Arbeitsumgebung
Messung PI: Beschreibung einer…
Ermittlung von Faktenwissen durch Wissenstests (meist MC-Fragen)
Wissensdiagnostik
Interviews
Wissensdiagnostik: konzeptuelles Wissen
Concept Maps
Wissensdiagnostik: grafische Erfassung von Wissen
Netzwerkanalysen
Wissensdiagnostik: Analyse der Verbreitung von Wissen in soz. Strukturen
komplexe Simulationen (z.B. in Flug- o. medizin. Ausbildung)
Wissensdiagnostik: Risikosituationen
lautes Denken
Wissensdiagnostik: Informationsverarbeitungsansatz
erworbenes Wissen bleibt oft "träge", d.h. kann nicht in in anderen Situationen bzw. bei anderen Problemstellungen angewandt werden
Erwerb "intelligenten Wissens" bei Studierenden (Mandl, Gruber & Renkl, 1994)