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(VL/Lit) Unterricht – Grundlagen


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gute Instruktion (durch Lehrende, Lernende und Lernmaterialien)
"Flaschenhals" Arbeitsgedächtnis überwinden
langfristig organisierte Abfolge von Lehr- und Lernsituationen (absichtsvoll, Wissens-/Fertigkeitserwerb, institutionalisiert)
Unterricht =
absichtsvoll geplant und initiiert
Unterricht: von Lehrperson…
Erwerb von Wissen und Fertig-/Fähigkeiten
Unterricht: dient…
regelhaften Bedingungen
Unterricht: i.d.R. in Institutionen unter…
hohe Abstraktion, mangelnde empirische Fundierung, aber hohe praktische Bedeutsamkeit (Unterrichtsplanung) → bildungstheoretische, Berliner, Hamburger Didaktik
Allgemeine Didaktik
Auswahl und Begründung von Unterrichtsinhalten (gegenwärtiger und zukünftiger Bedeutungsgehalt der Inhalte?) → Leitfragen zur Unterrichtsvorbereitung für Lehrkräfte
bildungstheoretische (später: kritisch-konstruktivistische) Didaktik (Klafki, 1963)
4 Entscheidungsfelder + 2 Bedingungsfelder + Interdependenz → sinnvolle und kohärente Beziehung zwischen Unterrichtszielen, -inhalten und -methoden?
Berliner Didaktik (Heimann, Otto, Schulz, 1965)
Ziele, Inhalte, Verfahren und Medien des Unterrichts
Berliner Didaktik: 4 Entscheidungsfelder
anthropogene und soziokulturelle Lernvoraussetzungen der Lernenden
Berliner Didaktik: 2 Bedingungsfelder
Weiterentwicklung der Berliner Didaktik (v.a. bzgl. wissenschaftstheoretischer Prämissen)
Hamburger Didaktik (Schulz, 1980)
Auseinandersetzung mit Problemen ist besonders für Wissensaufbau geeignet
Kognitionspsychologische Didaktik (Hans Aebli): KOGNiTIONSPSYCHOLOGISCHER Ansatz
problemlösendes Aufbauen, Durcharbeiten, Üben, Anwenden
Kognitionspsychologische Didaktik (Aebli): LERNPROZESS
Modelle zur Planung & Gestaltung v. Unterricht (angloamerikanische Lehr-Lernforschung)
Instructional-Design-Modelle =
Lehr - Lernprozesse (Wirksamkeit?)
Instructional-Design-Modelle: Fokus
korrespondierend mit lerntheoretischem Zeitgeist (behavioristisch → kognitionspsychologisch → konstruktivistisch)
Instructional-Design-Modelle: Ansätze
Lernzeit (Carroll; Bloom)
behavioristisch orientierte Instrucitional-Design-Modelle
Lernerfolg = aktive Lernzeit / benötigte Lernzeit
Carroll (1963): Instructional-Design-Modell
mehr Lernzeit u. kogn. Voraussetzungen benötigt
geringe Unterrichtsqualität (Carroll, 1963)
klare Begriffe/Erklärungen/Anforderungen, Wiederholungen & Anwendungen, Bekräftigung/Verstärkung/Rückmeldungen durch Lehrperson
guter Unterricht (Carroll, 1963)
zielerreichendes Lernen (mastery-learning)
Bloom (1976): Instructional-Design-Modell
schrittweise Stoffdarbietung, regelmäßige Rückmeldungen, ggf. zusätzliche Instruktionen/Übungen, Bekräftigungen, effektives Unterrichtsmanagement (hoher Anteil aktiver Lernzeit)
guter Unterricht (Bloom, 1976)
Qualität des Lehrerfeedbacks, Leistungsanforderungen und verwendeten Tests
(Bloom, 1976) individueller Unterricht wirksam, aber abhängig von…
werden durch remediale Schleifen in Entwicklung gehemmt (insg. passive Rolle der Schüler...)
stärkere Schüler (Bloom, 1976)
hierarchische Struktur der menschl. Kognitionen (Ausubel; Brunner)
kognitionspsychologisch fundierte Instructional-Design-Modelle
Advance Organizer, deduktives Vorgehen, integrative Aussöhnung, sequenzielle Organisation, Verfestigung
Prinzipien der Darbietung v. Unterrichtsstoff (Ausubel, 1974)
Strukturierungshinweise zu Beginn (erleichtern Einordnung)
Advance Organizer (Ausubel, 1974)
von allg. Begriffen zu spezifischen Details
deduktives Vorgehen (Ausubel, 1974)
Verdeutlichung Beziehungen/Ähnlichkeiten/Unterschiede
integrative Aussöhnung (Ausubel, 1974)
Kohärenz des unterrichtlichen Stoffs (Abhängigkeiten beachten, entsprechende Sequenzierung der Inhalte)
sequenzielle Organisation (Ausubel, 1974)
Übung, Wiederholung
Verfestigung (Ausubel, 1974)
Konfrontation der Lernenden mit Einzelfällen/best. Problemen, um darauf auf übergreifende gesetzmäßige Zusammenhänge zu schließen
kognitionspsychologisches Instructional-Design-Modell nach Brunner (1961)
aktive und selbstständige Auseinandersetzung mit Lernaufgaben (als KONSTRUKTEURE ihres eigenen Lernprozesses)
Lerner (Brunner, 1961)
zurückhaltender MODERATOR, Auswahl geeigneter Probleme/Aufgaben, Anleitung zum Entdecken
Lehrer (Brunner, 1961)
nicht zwangsläufig unter- oder überlegen
entdeckende Lernumgebungen sind lehrergelenkten Settings…
Lernvoraussetzungen der Lernenden, Merkmale der Lernumgebung und ihrer Implementierung (insb. Grad der Strukturierung) und intendierte Kompetenzen
(Kognitionspsychologische Ansätze) Wirksamkeit entdeckenden Lernens abhängig von...
situiertes (kontextgebundenes) oder problemorientiertes Lernen (anchored instruction, cognitive apprenticeship, teilw. offener Unterricht)
konstruktivistische Instructional-Design-Modelle
konstruktiver, kumulativer, selbstgesteuerter, situativer, individuell unterschiedlicher, gleichzeitig auf die Interaktion mit anderen angewiesener Prozess des Aufbaus von Wissen und der Konstruktion von Bedeutung (De Corte, 2000)
Lernen als... (konstruktivistische Ansätze)
konfrontierende Lernende mit komplexen Aufgaben und authentischen Problemen (→ Selbststeuerung)
situierte Lernumgebungen (konstruktivistische Ansätze) =
Präsentation komplexer Geschichten (z.B. Video) → Problem entdecken und mittels präsentierter Informationen selbstständig und kooperativ lösen
anchored instruction (konstruktivistische Ansätze)
kogn. Meisterlehre: aktive Rolle des Lehrenden (Anleitung, verbale Explikation des Wissens durch „lautes Denken“) → Strategien:
cognitive apprenticeship (konstruktivistische Ansätze)
Modeling, Coaching, Scaffolding, Fading, Articulation, Cooperation, Reflection
cognitive apprenticeship: Strategien
Vorzeigen/-machen, lautes Denken
Modeling (cognitive apprenticeship)
Begleitung während der Problembearbeitung
Coaching (cognitive apprenticeship)
Vermittlungsbemühungen (minimale didaktische Hilfe als Brücke zw. bestehendem Wissen und aktuellen Anforderungen)
Scaffolding (cognitive apprenticeship)
zunehmende Reduktion der Unterstützung
Fading (cognitive apprenticeship)
Anregung zur Wiedergabe von Gedanken, Ideen, Lösungen
Articulation (cognitive apprenticeship)
kooperative Bearbeitung von Aufgaben und Problemen
Cooperation (cognitive apprenticeship)
Vergleich von Lösungen und Strategien mit anderen
Reflection (cognitive apprenticeship)
lehrergelenkter Unterricht (≠ Frontalunterricht)
direkte Instruktion =
klare Zielvorgaben, verständliche Inhaltsdarstellung, schrittweises Vorgehen, Lehrerfragen mit unterschiedlicher Schwierigkeit, Phasen angeleiteten und selbstständigen Übens, häufiges Lehrerfeedback, regelmäßige Lernfortschrittüberprüfung
Merkmale lehrergelenkter Unterricht
Sammelbegriff für unterschiedliche Ansätze und Konzepte benutzt, wobei die Lernenden den Unterrichtsgegenstand und das Lernmaterial partiell selbst strukturieren, transformieren oder konstruieren (Borich, 2007)
indirekte Instruktion =
entdeckende Lernen („discovery learning“), forschendes Lernen („inquiry based learning“), problemorientierte Lernen, offene Unterrichtsformen und konstruktivistisch-orientierte Lernumgebungen
Bsp. indirekte Instruktion
Bildungsangebot + Nutzung → Schulerfolg (Leistung, Interesse & Motivation, Lernfreude, Selbstkonzept)
Angebots-Nutzungs-Modell (A-N-Modell; Fend & Helmke)
Leistung, Interesse & Motivation, Lernfreude, Selbstkonzept
Schulerfolg (A-N-Modell)
Modellmittelpunkt; Lerngelegenheit, die unterschiedlich wahrgenommen und genutzt werden kann; Wechselwirkung Lehrer – Schüler
Unterricht (A-N-Modell)
affektiv-motivationale Voraussetzungen, Vorwissen, Intelligenz, soziale Herkunft
Lernende (A-N-Modell)
mittlere Leistungsfähigkeit einer Klasse beeinflusst Leistungsentwicklung eines Lernenden
Klassenzusammensetzung (A-N-Modell)
lernwirksame Schulen: hohe Leistungserwartungen, effektive & verantwortungsvolle Schulleitung, Konsens & Kooperation im Kollegium, pos./störungsarmes Schulklima, systematische Überprüfung/Bewertung von Lernfortschritten, intensive Zusammenarbeit mit Eltern (insg. jedoch im Vgl. zu Unterrichtsmerkmalen geringe Bedeutung!)
Schulmerkmale (A-N-Modell)