Level 8 Level 10
Level 9

(Lit) Unterricht – Lehrer


74 words 0 ignored

Ready to learn       Ready to review

Ignore words

Check the boxes below to ignore/unignore words, then click save at the bottom. Ignored words will never appear in any learning session.

All None

Ignore?
persönliche Voraussetzungen für erfolgreiche Bewältigung spezifischer beruflicher Aufgaben
Professionalle Kompetenz =
Wissen, Überzeugungen, Motivation, Selbstregulation
zentrale Lehrerkompetenzen
Fach-, Fachdidaktisches, Curriculares, Allgemeines pädagogisches Wissen
Arten des Lehrerwissens (Shulman, 1987)
tiefes Verständnis des zu unterrichtenden Schulstoffs
Fachwissen (Schulmann, 1987)
Wissen über die Vermittlung fachlichen Wissens durch Instruktion
Fachdidaktisches Wissen (Schulmann, 1987)
Wissen über Lehrpläne und Lehrmaterialien
Curriculares Wissen (Schulmann, 1987)
Wissen über Lehr-Lern-Situationen, entwicklungs- und pädagogisch-psychologisches Grundwissen
Allgemeines pädagogisches Wissen
Wissen über und Fähigkeit zur korrekten Beurteilung von Schülern
Diagnosewissen/diagnostische Kompetenz von Lehrkräften
Vorstellungen und Annahmen von Lehrkräften über schul- und unterrichtsbezogene Phänomene und Prozesse mit einer bewertenden Komponente
Lehrerüberzeugungen =
(1) Selbst, (2) Lehr-Lern-Kontext, (3) Bildungssystem (4) Gesellschaft
Lehrerüberzeugungen: Systemebenen
eigene Identität & Fähigkeiten
Lehrerüberzeugungen: SELBST
Lehren & Lernen, Fach, einzelne Schüler
Lehrerüberzeugungen: LEHR-LERN-KONTEXT
Bildungspolitische Themen, Standards, Reformen
Lehrerüberzeugungen: BILDUNGSSYSTEM
Kulturellen Normen & Werte (Bildung, Schule, Kindheit, Jugend)
Lehrerüberzeugungen: GESELLSCHAFT
Filter-, motivierender, Steuerungseffekt
Überzeugung/Meinung beeinflusst Verhalten
Beeinflussung Ereigniswahrnehmung & -interpretation
Filtereffekt
Beeinflussung Entscheidung für best. Handlung
motivierender Effekt
Beeinflussung der Reaktionen auf Handlungen anderer
Steuerungseffekt
Überzeugungen einer Lehrperson darüber, wie gut es ihr gelingen kann, effektiv zu unterrichten
Lehrer-Selbstwirksamkeit =
personal teaching efficacy vs. general teaching efficacy
Lehrer-Selbstwirksamkeitsüberzeugungen: Formen
Überzeugungen einer Lehrkraft über das Potenzial eines Schülers → kann dazu beitragen, dass sich Schüler entsprechend verhält (pos. o. neg.)
Erwartungseffekte =
Schülerbeurteilung und Notengebung (Ludwig, 2001)
Erwartungseffekte: Auswirkungen
sich selbst erfüllende Prophezeiung: mentale Antizipation eines Ereignisses wirkt auf Ereignis selbst
self-fulfilling prophecy
sich selbst erhaltende Prophezeiung: Erwartungen einer Lehrkraft beruhen auf faktisch bestehenden Unterschieden (ggf. Verstärkung)
self-maintaining prophecy
Informationsverarbeitungsansatz vs. konstruktivistische Lerntheorie (auch beide gleichzeitig möglich)
Lerntheoretische Überzeugungen
transmission view (Sender-Empfänger-Modell → Informationsweitergabe)
Lehrerrolle: Info.verarbeitungsansatz
constructivist view (Unterstützung individueller Problemlöse- und Konstruktionsprozesse)
Lehrerrolle: konstruktivist. Lerntheorie
conceptual change
Erklärungsansatz Veränderungsresistenz Lehrerüberzeugungen
Konzepte und Überzeugungen verändern sich nur, wenn (a) bisherige Konzepte NICHT zur Erklärung von Phänomenen AUSREICHEND sind bzw. wenn (b) NEUE erklärungsmächtige, plausible ERKLÄRUNGSMODELLE zur Verfügung stehen
conceptual change
(1) Schulerfahrungen, (2) formale Ausbildung, (3) persönliche Erfahrung („life experiences“)
Entwicklungsgelegenheiten Lehrerüberzeugungen (Richardson, 1996)
12 Einflussfaktoren für die Wahl des Lehrerberufs
Factors Influencing Teaching Scale
Fragebogen zur Erfassung der Motive für das Lehramtsstudium → 6 Faktoren
FEMOLA
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... ich gern mit Kindern und Jugendlichen arbeite.
FEMOLA: Pädagogisches Interesse
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... ich die Inhalte meiner Fächer interessant finde
FEMOLA: Fachliches Interesse
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... ich denke, dass ich eine gute Lehrerin/ein guter Lehrer sein werde.
FEMOLA: Fähigkeitsüberzeugung
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... ich neben dem Beruf auch noch Zeit für Familie, Freunde und Hobbies haben will.
FEMOLA: Nützlichkeitsaspekte
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... mir in der Familie nahe gelegt wurde, das Lehramtsstudium aufzunehmen.
FEMOLA: Soziale Einflüsse
Ich habe das Lehramtsstudium gewählt, weil... es leichter ist als andere Studiengänge.
FEMOLA: Geringe Schwierigkeit des Studiums
Fachliches Interesse vs. Nützlichkeit & geringe Schwierigkeit
Berufswahlmotive Gymnasial- vs. Realschulleherer
günstigeres Lernverhalten, höhere Motivation (Schüler) sowie bessere Unterrichtsqualität
Enthusiasmus (Lehrer)
veränderte Unterrichtsgestaltung, Suche von außerunterrichtlicher Unterstützung und Anregung
Lernzielorientierung (Lehrer)
auf Person einwirkende berufsbezogene Umweltfaktoen (pos. o. neg. Reaktionen mgl.); objektive vs. subjektive
Belastungen =
psychophysiologisch nachweisbar (z.B. Lärm, Organisationsstrukturen)
Objektive Belastungen =
individuelle Wahrnehmung u. Interpretation der Umweltbedingungen
Subjektive Belastungen =
individuelle Reaktion auf Belastungen; kurz- vs. langfristig
Beanspruchung =
z.B. pos./neg. Empfinden, verminderte Konzentration
kurzfristige Beanspruchungsreaktionen
chronischer Stress, Burnout
langfristige Beanspruchungsfolgen
psychologisches Syndrom
Burnout =
emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung, Gefühl verminderter Leistungsfähigkeit
Burnout: Kernsymptome
Maslach Burnout Inventory
Burnout: Erfassung
v.a. institutionelle Faktoren (z.B. Klassengröße, heterogene Leistungsniveaus, Lärm), fehlende Unterstützung durch Eltern/Gesellschaft, Fremdbestimmung (Bürokratisierung, Bildungspol. Maßnahmen)
Belastungen Lehrkräfte
mangelnde Ressourcen (personal, sozial) zur Bewältigung
Erklärung untersch. Beanspruchungserleben
z.B. Fähigkeiten, Strategien
personale Ressourcen (Antonovsky)
z.B. Unterstützung durch Kollegen
soziale Ressourcen (Antonovsky)
Selbstwirksamkeitserwartung (→ Stressbewältigungsstrategien, höhere Berufszufriedenheit), internale Kontrollüberzeugungen, schulisches Engagement, sinnvoll erlebte außerschulische Tätigkeit, realistische Berufserwartungen
weitere personale Ressourcen (Lehrer)
Fragebogen zu arbeitsbezogenem Verhaltens- und Erlebensmustern: Erfassung berufsbezogener Ressourcen und Erkrankungsrisiko für psychische und physische Erkrankungen
AVEM
(1) Engagement, (2) psych. Widerstandsfähigkeit, (3) arbeits- und lebensbezogene Emotionen
AVEM: Dimensionen
Engagement & Widerstand hoch
AVEM: Gesundheitstyp
Engagement hoch, Widerstand gering
AVEM: Risikotyp A
Engagement & Widerstand gering
AVEM: Risikotyp B
Engagement gering, Distanzierungsfähigkeit hoch (unbekannte evtl. neg. berufliche Entwicklungen)
AVEM: Schontyp
neg. für Unterrichtsqualität und Schülermotivation (Klusmann et al. 2008)
Folgen erhöhtes Beanspruchungserleben + ungünstige Bewältigung
(1) Studium (Theorie), (2) Referendariat (Praxis), (3) Weiterbildung im Beruf
konsekutive Lehrerbildung: 3 Phasen
fachunabhängige universitäre Disziplinen (i.d.R. Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie)
Bildungswissenschaften (Lehrerbildung) =
Klassenführung, Umgang mit heterogener Schülerschaft, Umgang mit Eltern, Zusammenstellung von Unterrichtsmaterialien, Eingehen auf individuelle Schülerprobleme → „Praxisschock“ → Abnahme Selbstwirksamkeitsüberzeugung, hohe Belastung (Schutzfaktoren: Mentoren, Peers)
Herausforderungen Referendariat
quantitative u. qualitative Unterschiede (abhängig von schulischen und motivationalen Faktoren)
Fortbildungsmaßnahmen (Lehrer): Nutzung
v.a. micro- + reflective teaching (z.B. Konstanzer Trainingsmodell, Münchner Lehrertraining)
Fortbildung (Lehrer): durch Psychologen
Verhaltenstraining; Rollenspiele & Videoanalysen; Modell- und Verstärkungslernen
microteaching
Einbezug kogn. Komponenten
refective teaching
Verbesserung Lehrerkompetenz im Umgang mit aggressiven und störenden Schülern
Konstanzer Trainingsmodell (Dann & Humpert, 2002)
Umgang mit Disziplinierungsschwierigkeiten, Reflexion der persönlichen Lehrerberufsvorstellungen
Münchner Lehrertraining (Havers & Toepell, 2002)
z.B. Vermittlung von Strategien zum erfolgreichen Umgang mit nicht unterrichtsspezifischen Situationen (z.B. Verbesserung der Stressbewältigung; Kretschmann, 2000)
Trainings zur Verbesserung der allg. beruflichen Kompetenzen
meist nicht nachgewiesen (häufig keine Berücksichtigung von Schulkontext und langfristiger Implementation…)
Fortbildung (Lehrer): Wirksamkeit
ohne Anregung zur Hinterfragen bisheriger Überzeugungen/Praktiken wenig effektiv (Gregoire, 2003)
Fortbildung (Lehrer): Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten