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Lerntheorien (T3b)


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John B. Watson
...behauptete, dass die soziale Umwelt die Kindesentwicklung bestimme &, dass das Lernen durch Konditionieren der primäre Entwicklungsmechanismus sei.
Klassische Konditionierung
...beruht auf einer bereits im Verhaltensrepetoire bestehenden Reiz-Reaktions-Verbindung. Wenn ein neutraler Reiz wiederholt mit dem ursprünglichen Auslöserreiz gekoppelt wird, so löst er im Anschluss ebenfalls eine Reaktion aus.
Klassische Konditionierung: Beispiel
Schlechte Erfahrungen beim Arzt (Reiz) => Angst vor jedem weißen Kittel (Reaktion)
Dekonditionierung
...beruht auf dem entgegengesetzten Prozess wie die KK. → auch „Löschung“ (z.B. von Furchtreaktionen)
Systematische Desensibilisierung
Eine Therapieform in der positive Reaktionen nach & nach auf Reize konditioniert werden, die anfänglich eine sehr negative Reaktion hervorgerufen haben. Ist insbesondere bei der Behandlung von Ängsten & Phobien nützlich.
Der kleine Albert
...9 Monate altes Kind, welches von Watson darauf konditioniert wurde, Angst vor einer weißen Ratte zu haben. → Spätfolgen: Generelle Angst vor weißen Tieren.
Kritik (an Watson)
Jegliche Forschung an Menschen wirft ethische Fragen auf, besonders bei der Forschung mit Kindern. Forscher sind in der Pflicht, mögliche Risiken vorauszusehen, zu minimieren & sicherzustellen, dass der Forschungsaspekt dem Schadensrisiko überwiegt.
B. F. Skinner
...vertrat wie Watson die Meinung, dass die Umwelt das Verhalten steuert.
Operantes Konditionieren (Instrumentelles Lernen)
...hier ergeben sich Verhaltensänderungen durch die Aktivität bzw. das Verhalten des Organismus (Reiz-Reaktions-Lernen). Dieses hat positive oder negative Konsequenzen, somit wird gelernt, welches Verhalten in welcher Situation welche Folgen hat.
Operante Konditionierung: Beispiel
Kind hat eine gute Schulnote (erwünschtes Verhalten) => Belohnung (Verstärkung) → hohe Wiederholungswahrscheinlichkeit
Namensgebung "operant"
Dieses Lernen heißt operant, weil es instrumentell dafür ist, das richtige Verhalten vorzuweisen (Verhalten = Instrument), um Zugang zur Belohnung zu erhalten. Operant = operieren an / in der Umwelt → Wirkung auf die Umwelt bzw. Beeinflussung
Verstärkung
Kontinuierliche Verstärkung: nach jedem Auftreten des Zielverhaltens → Führt zu Wiederholungen. Zwei Arten von Verstärkern: POSITIV: z.B. Aufmerksamkeit → erhöht eine Auftretenswahrscheinlichkeit & NEGATIV: z.B. Aufmerksamkeitsdeprivation → verringert eine Auftretenswahrscheinlichkeit
Intermittierende Verstärkung
Inkonsequentes Reagieren auf das Verhalten eines anderen Menschen, indem man bspw. ein unerwünschtes Verhalten manchmal bestraft & manchmal ignoriert. Mögliche Folge: Immunisierung gegen die Löschung des Verhaltens.
Timeout
Die Auszeit oder zeitweilige Isolierung ist eine beliebt Methode des Verhaltensmanagements. Sie enthält den systematischen Entzug von Aufmerksamkeit, wodurch die Verstärkung für unangemessenes Verhalten aus der Situation entfernt wird → Ziel: Löschung des Verhaltens.
Albert Bandura
...behauptet, dass der größte Teil des menschlichen Lernens dem Wesen nach sozialer Natur ist & auf der Beobachtung des Verhaltens anderer Menschen & der anschließenden Nachahmung beruht. Dies gilt ebenso für symbolische Modelle (Film, Buch, usw.)
Sozial-kognitive Lerntheorie - Bandura
Beobachtungslernen & kognitive Prozesse sind voneinander abhängig. Beobachtungslernen hängt von den folgenden Prozessen ab: 1. Aufmerksamkeit (auf das Verhalten anderer) | 2. Encodieren (des Beobachteten) | 3. Speicherung (des Verhaltens des Modells) | 4. Abruf (Reproduktion)
Verhaltensmodifikation
Eine Therapieform, die auf Prinzipien des Operanten Konditionierens beruht. Dabei werden Verstärkungskontingenzen verändert, um ein angepasstes Verhalten zu fördern.
Reziproker Determinismus
...ist (nach Bandura) die Wechselbeziehung zw. Kindern & ihrer Umwelt, die Veränderungen auf beiden Seiten bestimmt: Kinder werden durch ihre jeweilige Umgebung beeinflusst, haben zugleich aber auch umgekehrt Einfluss auf ihre Umgebung.
Wahrgenommene Selbstwirksamkeit
Bedeutsamer kognitiver Aspekt. Die Einschätzung eines Menschen zur Wirksamkeit des eigenen Verhaltens, eigener Gedanken & Gefühle beim Erreichen erwünschter Ziele. → Zusammenhang mit der Affektregulierung.
Affektregulierung
POSITIV (Bsp.), wenn man Zuneigung zu anderen Menschen ausdrückt & darin Erfüllung findet | NEGATIV (Bsp.), wenn man seiner Einschätzung nach bei Bedrohung / Provokation trotz Wut & Ärger Ruhe bewahrt.
Bobo-Doll-Untersuchung (Stehaufpuppe)
3 Gruppen: 1. Belohnung aggressiven Verhaltens, 2. Bestrafung aggressiven Verhaltens, 3. keine Konsequenzen | Frage: Wirkt sich Belohnung / Bestrafung auf das spätere Verhalten eines Dritten Kindes aus, das die Situation unbeteiligt beobachtet? → Grad der Reproduktion. → Klassische Untersuchung zum Modelllernen über stellvertretende Verstärkung.
Ergebnisse (zur Bobo-Doll-Untersuchung)
Alle Gruppen hatten aus der Beobachtung gelernt. Kinder, die Bestrafung beobachteten, ahmten das Verhalten weniger oft nach. | → Starke Geschlechterunterschiede: Mädchen reagieren deutlich eher auf positive Anreize. Jungs waren aggressiver (deutlich durch Imitationsrate). Kinder lernen schnell durch Beobachtungslernen → allerdings: nicht jede Beobachtung führt zur Nachahmung.
Stellvertretende Verstärkung
Die Beobachtung, wie jemand anderes eine Belohnung oder Bestrafung erhält.
Idee des Konstruktivismus
Individuen reagieren nicht auf Reize einer objektiven Umwelt, sondern anhand von Sinneseindrücken ihrer subjektiven Realität = sehr stark abhängig von der individuellen Prägung. → betont aktive Rolle. | Lerntheorie dagegen wirken umweltabhängig.