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Pränatale Entwicklung (T5a)


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Fundamentale Frage des Aristoteles
"Beginnt das pränatale Leben mit dem bereits vorgeformten (→ präformierten) neuen Individuum, das sich von Anfang an aus einer vollständigen Ausstattung winziger Einzelteile zusammensetzt, oder entwickeln sich die vielen Teile des menschlichen Körpers nacheinander?"
Epigenese
Die Ausbildung von Strukturen & Funktionen im Verlauf der Entwicklung. (→ nacheinander)
Meiose
(Reifeteilung) Eine zur Fortpflanzung erforderliche besondere Form der Zellteilung, bei der Gameten entstehen.
Konzeption
(Befruchtung) Die Vereinigung von Eizelle & Spermium.
Zygote
Eine befruchtete Eizelle. (besitzt einen vollständigen Satz menschlichen Genmaterials)
survival of the fittest
Die Ausfallquote der anfangs vielen Millionen Sperma auf der sechsstündigen Reise zum 15-18cm entfernen Eileiters ist sehr hoch. → nur knapp 200 schaffen es überhaupt in die Nähe.
Vorgang nach der Befruchtung
Sobald der Kopf eines Spermiums in die äußere Membran der Eizelle eindringt, versiegelt eine chemische Reaktion die Membran, was andere Spermien am Eindringen hindert → Schwanz des Spermiums fällt ab → Inhalt des Kopfes (Genmaterial) ergießt sich in die Eizelle → die Nuclei beider Zellen verschmelzen.
Embryo
Bezeichnung für den sich entwickelnden Organismus von der 3. bis zur 8. Woche der pränatalen Entwicklung.
Fetus
Bezeichnung für den sich entwickelnden Organismus von der 9. SSW bis zur Geburt.
Entscheidende Prozesse der pränatalen Entwicklung
1. Zellteilung | 2. Zellmigration | 3. Zelldifferenzierung
1. Mitose
Zellteilung, bei der zwei identische Tochterzellen entstehen.
2. Zellmigration
Die Wanderung neu gebildeter Zellen von ihrem Ausgangspunkt an eine andere Stelle im Embryo. (Tritt während der embryonalen Phase auf.)
3. Zelldifferenzierung
Embryonale Stammzellen beginnen nach mehreren Zellteilungen sich zu spezialisieren. → Können sich zu jedem Körperzelltyp entwickeln.
Apoptose
Programmierter Zelltod. (selektiver Tod bestimmter Zellen → z.B. die Zellen zwischen den Fingern einer Hand)
Phylogenetische Kontinuität
Die Vorstellung, dass die Evolutionsgeschichte von Mensch & Tier kontinuierlich verläuft & deshalb der Mensch viele Eigenschaften, Verhalten & Entwicklungsprozesse mit anderen Tieren, insbesondere Säugern, teilt.
Beispiel: Alkohol - phylogenetische Kontinuität
Fetales Alkoholsyndrom → auch bei Ratten beobachtet (Bei der Geburt von Ratten, die als Feten mit Alkohol in Verbindung kamen, zeigten sich hier wie beim Menschen anormale Gesichtszüge.)
Beispiel: Lernen - phylogenetische Kontinuität
Auch fetales Lernen kann an Ratten besonders gut untersucht werden → kleine Ratten suchen nach der Geburt direkt die Brustwarzen auf, da diese mit Fruchtwasser (wie im Mutterleib) benetzt sind & somit bereits bekannt (als Geruch).
Eineiige Zwillinge
Besitzen zu 100% dieselben Gene. Entstehen aus der Teilung der Zygote in zwei identische Hälften.
Zweieiige Zwillinge
Besitzen zu 50% dieselben Gene (wie auch normale Geschwister). Entstehen aus zwei Eizellen, die beim gleichen Eisprung von zwei verschiedenen Spermien befruchtet werden.
Neuralrohr
Eine U-förmige Furche in der oberen Schicht der sich ausdifferenzierenden Zellen des Embryos, aus der sich Gehirn & Rückenmark entwickeln.
Fruchtblase
Die durchsichtige, mit Flüssigkeit gefüllte Membran, die den Fetus umgibt & schützt.
Plazenta
Ein Unterstützungsorgan für den Fetus; hält die Blutkreislaufsysteme von Fetus & Mutter getrennt, ermöglicht durch eine halbdurchlässige Membran den Austausch einiger Stoffe.
Nabelschnur
Ein Bindegewebsstrang mit Blutgefäßen, der den Fetus mit der Plazenta verbindet.
Habituation
Eine einfache Form des Lernens, die sich in einer Abnahme der Reaktion auf wiederholte oder andauernd dargebotene Reize zeigt → nur, wenn sich das Kind über die einzelnen Präsentationen hinweg an den Reiz erinnert, kann dieser seinen Neuheitswert verlieren (z.B. Rasseln → sinkender Puls des Fetus)
Diskussion über die Förderung eines ungeborenen Kindes
Pränatales Training ist nicht immer sinnvoll. | 1. Der Entwicklungsstand des Gehirns dürfte bei einem Fetus kaum ausreichen, um die Sprache & ihre Bedeutung in nennenswertem Umfang zu verarbeiten (auch filtert die Flüssigkeit im Mutterleib die einzelnen Sprachdetails, so dass nur noch die Melodie der Stimmhöhe & das rhythmische Muster ankommen). | 2. die phonologische Präferenzentwicklung entsteht erst postnatal. | 3. Es gibt wenig durchdachte Ansätze, die frühe Entwicklung des ungeborenen Kindes zu gestalten → Vermutung: Hype wird enden.
Sensible Phase
Zeitspanne, in der sich alle großen Organe bilden & der Embryo besonders empfindlich auf schädigende Umweltfaktoren reagiert: 3.-8. SSW
Teratogene
Externer Wirkstoff, der während der pränatalen Entwicklung zu Schädigungen oder zum Tode führen kann. | z.B. Contergan-Skandal (richtet bei Einnahme in 4.-6. Woche Schäden an den Extremitäten des Fetus an), Alkohol (häufigste Ursache: Alkoholabusus-FAS), Drogen...
Aktivierungszustände
= Erregungsniveau & Anteilnahme an der Umwelt, reicht vom tiefen Schlaf bis zur intensiven Aktivität. | Beeinflussen drastisch die Interaktion mit der Umwelt → Vermittlungsfunktion.
6 Aktivierungszustände
1. aktiver Schlaf | 2. ruhiger Schlaf | 3. Schreien | 4. Wach & Aktiv | 5. Wach & Aufmerksam | 6. Dösen
Entwicklungsresilienz
Die erfolgreiche Entwicklung trotz mehrfacher & scheinbar überwältigender Entwicklungsrisiken.
Zwei begünstigende Faktoren (für Entwicklungsresilienz)
1. Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften, insbesondere Intelligenz, Offenheit & Bewusstsein, die eigenen Ziele erreichen zu können. | 2. Wohlwollende Fürsorge durch andere Menschen.