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Kultureller Einfluss


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Diversität
Kennzeichen eines sozialen Systems; Anderssein im Hinblick auf Dimensionen (Loden und Rosener) unterscheiden "mich" von "dir" und "uns" von "denen"
Primäre Dimension
typischerweise angeborene / unveränderbare soziodemografische Faktoren (Ethnie, Geschlecht, sexuelle Orientierung), = social category diversity (Daniels und Macdonald)
Sekundäre Dimension
veränderbare Hintergrundvariablen (Ausbildung, Wohnort, sozialer Status, Familienstand); = informational diversity (Daniels und Macdonald); tendenziell weniger Einfluss als primäre
Daniels und Macdonald
Fügten dritte Diversitätsdimension hinzu (2005), value diversity, die erste beide erst psychologisch relevant und emotional involvierend machen
value diversity
Unterschiede bezüglich Überzeugungen, Einstellung und Werten
Kulturelle Werte (cultural values)
„principles or qualities that a group of people will tend to see as good or right or worthwhile” (Peterson, 2004); sozial geteilte Leitlinien für die Angehörigen einer Kultur
Überzeugungen (beliefs)
als "Realität" erachtete Einschätzungen; zentrale = kulturell und tief im Bewusstsein verankert; periphere = von Autoritäten vermittelt; individuelle Leitlinien
Einstellung (attitude)
subjektive Bewertung eines Objekts (Personen, Produkte, Verhaltensweisen, ...; individuelle Leitlinien
Valenz
Wertigkeit (von + bis -)
Werte
allgemein erstrebenswerte Zustände oder übergeordnete handlungsleitende Ziele, z.B. sozialethische oder moralische Werte
Kultur
relativ zeitstabile, soziale Fabrikationen (sozial geteilte Überzeugungen, Werte, Praktiken, Ideen, Gewohnheiten)
Individualismus und Kollektivismus
kulturelle (Werte-)Orientierungen, Konzeptualisierung einer Weltanschauung; hat Implikationen für basale psychologische Funktionsweisen
Individualismus
Individuum und seine Unabhängigkeit (persönliche Ziele, Distinktheit, Kontrolle) im Mittelpunkt, soziale Verpflichtung am Rande
Kollektivismus
Beziehung des Individuums zur Gruppe und soziale Verpflichtungen im Mittelpunkt, Personale lediglich Komponente des Sozialen
individualistische Kulturen
anglo-amerikanische, nordeuropäische, zentraleuropäische Kulturen
kollektivistische Kulturen
konfuzianisch-asiatische, subsahara-afrikanische, arabische Kulturen
Systemebenen des Oyserman-Modell
distal, proximal, situational (+ evolutionäre Faktoren)
Grundlegende Herausforderungen an Kultur
(1) Eigengruppe aufrechthalten und schützen (2) soziale Beziehungen organisieren (3) individuellen Wohlstand erlangen
Oyserman-Modell
Laut ...... ist Kultur funktional, weil sie Antworten auf basale Fragen des menschlichen Lebens liefert; Kombination aus evolutionärer, Sozial- und Kulturpsychologie
distale Ebene
Gesellschaft, z.B. Produkte einer Kultur wie Sprache, religiöse oder philosophische Traditionen (Oyserman-Modell)
proximale Ebene
Organisationen und Institutionen, z.B. Erziehungs- und Bildungseinrichtungen (Oyserman-Modell)
situationale Ebene
unmittelbarer sozialer und kultureller Kontext, in dem ein Individuum agiert (Oyserman-Modell)
soziale Skripte
individuelles (!) Wissen, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll; Individual Ebene
soziale Normen
sozial geteiltes (!) Wissen, welches Verhalten in sozialen Situationen von anderen Personen als angemessen erachtet und erwartet wird; Individual Ebene
Schlussfolgerung Oyserman-Modell
Kultur gibt jeder einzelnen sozialen Situation, in der wir uns befinden, einen Rahmen und Bedeutung.
Selbst
= Identität; keine statische Größe, sondern relativ flexible Form der Selbst-Definition, die mit sozialem Kontext variiert.
Sozialer Identitätsansatz
Unterscheidung von personaler und sozialer Identität nach Tajfel und Turner; enspricht nicht Individualismus vs. Kollektivismus (Werteorientierungen in Kulturen)
personale Identität
Selbst-Definition als einzigartiges und unverwechselbares Individuum, die auf der Differenzierung der eigenen Person von anderen Personen beruht ("ich" vs. "ihr").
soziale Identität
Selbst-Definition als austauschbares Gruppenmitglied, die auf der Wahrnehmung von sozial-relevanten Ähnlichkeiten innerhalb der Eigengruppe bzw. Unterschieden zwischen Eigen- und Fremdgruppe beruht ("wir" vs. "die").
Unterschied zwischen personaler und sozialer Identität
Inklusivitätsgrad in sozialer Identität höher als in personaler, da Selbst-Definition zugunsten sozial geteilter Merkmale "depersonalisiert" wird
Anzahl sozialer Identitäten
Menschen können potentiell so viele unterschiedliche soziale Identitäten für ihre Selbst-Definition heranziehen, wie es Gruppen gibt, zu denen sie sich zugehörig fühlen.
Internalisierung
Aufnahme von Werten, Normen, Standards der sozialen Gruppe in die eigene Selbst-Definition, damit selbstverpflichtend und handlungsleitend