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Gender und Sexismus


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biologisches Geschlecht
(engl. sex), männlich, weiblich (male, female)
soziales Geschlecht
Gender; maskulin, feminin (masculine, feminine)
Gegenteil von dichotomer Kategorisierung
Auffassung eines Merkmals als Kontinuum, z.B. soziales Geschlecht
Durch Ungleichheit beeinflusst Lebensbereiche
Berufswelt (Einkommen, Zeitmodelle), Haushalt und Familie, Führungspositionen
Gender Pay Gap
Kluft in den Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen
Wahrnehmung von Geschlechtsunterschieden bei Kindern
bereits mit zwei Monaten Stimmen, mit 6 Monaten unterschiedliche Reaktion, mit 9 Monaten Gesichter, im Vorschulalter kennen und respektieren Geschlechtsstereotype, mit 6 Jahren eigene stabile Geschlechtsidentität
Geschlechterrollen(-stereotype)
Einer Person werden die männlichen oder weiblichen Attribute zugeschrieben, die wir mit diesem Geschlecht verbinden.
Faktoren für Geschlechterstereotypen
Kompetenz (z.B. unabhängig, logisch, objektiv, aktiv, führungskompetent) vs. Wärme/Ausdruckskraft (z.B. sanft, einfühlsam, gepflegt, an Kunst und Literatur interessiert)
Wahrnehmung von Gender nach Ausprägungen
Maskulin: hohe Kompetenz und geringe Wärme-Ausprägung, Feminin: geringe Kompetenz- und hohe Wärme-Ausprägung
Bem Sex Role Inventory (BSRI, Bem, 1974)
Fragebogen zur Erfassung von Maskulinität und Femininität. Maskulinitätsskala (M-Skala), Femininitätsskala (F-Skala); entspricht Expressivität vs. Instrumentalität oder agency vs. communion bei anderen Forschenden; revidiert in BSRI-R (nach aktueller sozialer Erwünschtheit)
Androgyne Personen
Hohe Ausprägungen auf beiden Subskalen (M- und F-Skala): breiteres und damit anpassungsfähigeres Verhaltensrepertoire, hohe psychische Gesundheit
stereotype content model
Beschreibt wie und warum die Inhalte von Stereotypen mit Charakteristika der Intergruppenbeziehung variieren; prägten Wärme und Kompetenz
Tendenz des femininen Stereotyps
Nimmt zunehmend androgynere Züge an.
Subtypen durch Abstufungen innerhalb der Geschlechtskategorien (Deaux, & Kite, 1993)
Frauen: „sex object“, „career woman“, „housewife“, „athletic woman“. Männer: “businessman”, “athletic man”, “blue-collar workingman”, “macho man”
Theorien zur Bildung von Geschlechtsrollenstereotypen
Evolutionspsychologische Thesen: Ungewissheit der Vaterschaft, Verlassen-Können, fürsorgliche Mütter Überlebensvorteil, Opportunitätskosten. Psychologische Theorien: soziale Lerntheorien, kognitive Lerntheorien, soziale Strukturmodelle.
Sexismus
Abwertende Einstellungen als auch diskriminierendes verhalten gegenüber Personen, das auf ihrer Geschlechtszugehörigkeit basiert. Begriff oft für Diskriminierung von Frauen verwendet.
Traditioneller Sexismus
Offene Betonung von Geschlechtsunterschieden, Frauen als Männern unterlegen, traditionelle Geschlechtsrollen; durch Sanktionierung zurückgegangen, aber jetzt subtiler ausgedrückt.
GRO-Skala (Krampen, 1979, 1983)
Am gebräuchlichsten zur Erfassung der normativen Geschlechtsrollenorientierung.
Moderner Sexismus (Eckes & Six-Materna, 1998)
Überzeugung, dass Gleichstellung erreicht sei und jede weitere Bevorzugung von Frauen damit eine nicht gerechtfertigte Benachteiligung von Männern darstelle.
Ambivalenter Sexismus (Glick & Fiske, 1996)
Geschlechtsbezogene Stereotype sind häufig nicht nur rein negativ oder rein positiv, sondern enthalten sowohl wohlmeinende (benevolente) als auch feindselige (hostile) Zuschreibungen.
Think-Manager-Think-Male-Phänomen (Schein, 1973)
Große Schnittmenge zwischen männlichen und führungstypischen Eigenschaften.
Lack-of-Fit-Modell (Heilmann, 1983)
Mangelnde Passung von weiblichem Geschlecht und Stereotypen über Führung, Frauen in Führungsrollen verletzen entweder das Stereotyp der Geschlechtsrolle oder das der Führungsrolle.
Backlash-Effekt (Rudman, 1998)
Frauen, die sich als ehrgeizig und leistungsfähig erweisen, werden zwar als führungskompetent bewertet, aber gleichzeitig werden ihnen stereotypische weibliche Eigenschaften und Kompetenzen abgesprochen.
glass ceiling (Morrison & von Glinow, 1990)
Frauen stoßen spätestens auf dem Weg zum Top-Management auf der Karriereleiter an eine unsichtbare Decke, die sie am Aufstieg hindert.
glass cliff (Ryan & Haslam, 2005)
Aufsteigen in Top-Management-Positionen nicht unerreichbar, aber riskanter. Frauen werden auf Führungspositionen bevorzugt, wenn das Risiko des Scheiterns auf dieser Position besonders hoch ist.
Subtile gender-cues
Maskuline und feminine Merkmale wie physische Erscheinung, geschlechtstypische Züge, Tonlage der Stimme, olfaktorische Reize; verzerren Urteil relativ automatisch, wenn sie nicht bewusst sind.
gender languages
Sprachen, bei denen einige Wortarten (z.B. Nomen, Adjektive, Pronomen) einen Genus (grammatikalisches Geschlecht) besitzen, z.B. Deutsch.
genderless languages
grammatisch neutrale Wörter + Frau oder Mann, z.B. Türkisch
natural gender languages
Mischform, nur Pronomen geschlechtsmarkiert, nicht die Nomen, z.B. Englisch
Generische Maskulina
Verwendung führt zu einer Verzerrung der mentalen Repräsentation der sozialen Realität, intuitive Vorstellung nur eines Geschlechts, durch sprachliche Darstellung induzierter male bias.
Geschlechtergerechte Formen
Femininisierung, Neutralisierung, Umformulierungen
Formen der Femininisierung
Beidnennungen/Paarform (und), Spittingform (oder), Schrägstrich /innen, Klammern (innen), Binnen-I (aber female bias), Unterstrich (gender Gap) _innen oder Sternchen *innen, oder Lehr**/Lehrx