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Altern und Ageism


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Kultureller Hintergrund altersbedingter Vorurteile und Diskriminierung
Das Maß der Achtung und Wertschätzung für ältere Menschen durch die nachfolgenden Generationen hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte und in sämtlichen Kulturen erheblich gewandelt.
Altersgruppen ab 20 Jahre
frühes, mittleres, höheres, hohes (drittes und viertes) Erwachsenenalter
Frühes Erwachsenenalter
20-30 Jahre, Berufseinstieg, Familiengründung, hohe Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit
Mittleres Erwachsenenalter
30-50 Jahre, berufliche Karriere,, Kindererziehung, Gesundheit stabil
Höheres Erwachsenenalter
50-65 Jahre, Konsolidierung im Beruf, Kinder aus dem Haus, erste körperliche Einschränkungen
Hohes Erwachsenenalter
ab 65 Jahre, Drittes Alter und Viertes Alter, Übertritt vom Dritten ins Vierte Alter nicht an Lebensjahren, sondern am Zustand der Person auszumachen
Double standard of ageing
Doppelmoral des Alterns: Frauen werden früher (und stärker) alt eingeschätzt als Männer, womit die Altersstereotype früher „zuschlagen“
Trends bezüglich des Alters
Tendenz zur alternden Gesellschaft: Fruchtbarkeitsrate sinkt, Durchschnittsalter von Frauen bei erster Geburt steigt, Lebenserwartung von älteren Menschen steigt, Lebenserwartung für Frauen höher als für Männer
Altersbezogene Stereotype (Beispiele)
Krank, asexual, unattraktiv, kognitiv und psychisch verfallen, nutzlos, isoliert, einsam, arm, unzufrieden… ABER im Vergleich zu jüngeren Menschen sind ältere in ihrer persönlichen Entwicklung sehr viel unterschiedlicher.
Art des Stereotyps gegenüber älteren Menschen
Häufig ambivalent: warmherziger, weniger kompetent; wohlwollend oder paternalistisch
Verbreitete Vorstellung über Alterstypen
Oma-Typ: freundlich, großzügig, hilfsbereit, aber altmodisch. Ergrauter Staatsmann: angesehen, aber intolerant. Senior: unflexibel, egozentrisch, körperlich geschwächt.
Häufigkeit von altersbedingten Stereotypen nach Alter
Erwachsene mittleren Alters haben gegenüber älteren Menschen generell mehr negative Vorstellungen als jüngere oder ältere Erwachsene. Ältere Menschen teilen einige der altersbezogenen Stereotype.
Impliziter Ageism
Automatische oder unbewusste Denkmuster, Gefühle und Urteile gegenüber älteren Menschen; stimmen nicht unbedingt mit den expliziten Stereotypen eines Menschen überein.
Entstehungstheorien für altersbedingte Stereotype
Funktionaler Ansatz, soziale Rollen, soziale Identität
Folgen des demografischen Alterns
Soziale und wirtschaftliche Veränderungen, geriatrische Versorgung, altersgerechte Infrastruktur, Frauenüberhang, höheres Armutsrisiko (besonders für Frauen), Alleinleben, Belastung für Renten- und Krankenkassen und private Transferleistungen
Altersdiskriminierung
Handlungen, durch die älteren Menschen bestimmte Chancen und Möglichkeiten aufgrund ihres Alters verweigert oder erschwert werden; auf gesellschaftlicher und institutioneller Ebene.
Patronisierende Kommunikation
Ausgeprägte Form der übertriebenen Fürsorglichkeit; übertrieben langsam, vereinfacht, höflich, kindisch, verniedlicht.
Bezeichnungen für ältere Erwachsene
Alte, Älterer/Ältester, ältere Bürger/Mitbürger/innen, Senior/in, alter Mann oder alte Frau, Golden Ager, älterer Erwachsener/älterer Mensch (letzte als beste Option im Sprachgebrauch).
Arten von altersbedingter sozialer Diskriminierung
Abfällige Bemerkungen, Meidung des Kontakts zu älteren Menschen, Vorziehen von jüngeren Kollegen; insbesondere auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitswesen
Strategien zur Bekämpfung des Ageism
individuelle Ebene (Sensibilisierung und Aufklärung), generationsübergreifende Strategien, institutionelle Ebene