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Ethnizität und Rassismus


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Rassismus
Gesellschaftliches oder kulturelles Muster von weit verbreiteten Vorurteilen und Diskriminierungen gegen Einzelpersonen oder Gruppen von Menschen aufgrund der Zugehörigkeit zu ethnischen Kategorien.
Zentrales Merkmal von Rassentheorien
Einige der vermeintlichen biologischen „Menschenrassen“ werden als höherwertiger eingestuft als andere, was soziale Ungleichheiten zwischen angeblichen Rassen legitimieren soll.
Erkenntnisse aus Molekularbiologie über Rassen
Studien zeigen, dass eine systematische Unterteilung von Menschen in rassische Kategorien aufgrund der hohen genetischen Variabilität innerhalb vermeintlicher Rassen nicht möglich ist.
Erkenntnisse aus Populationsgenetik
Der größte Teil genetischer Unterschiede beim Menschen ist innerhalb einer geographischen Population zu finden und nicht zwischen den Populationen. Biologie und Anthropologie unterteilen Spezies Homo sapiens weder in Rassen noch in Unterarten.
Relevanz des Rassenbegriffs
Sozial und psychologisch hoch, da er Menschen eine Erklärungsgrundlage für Erleben und verhalten im Umgang mit anderen Personen bieten kann.
Begriff für rassenbezogene Unterschiede
Ethnie und Ethnizität in deutschsprachiger Literatur, race in USA; aber das Problem einer Gruppierungsmöglichkeit anhand von genetischen oder natürlichen Merkmalen, die die hohe Variabilität innerhalb der Kategorie vernachlässigt.
Gruppenzuordnungen
Es gibt keine einheitliche Richtlinie über die Begriffe für einzelne ethnische Gruppen, aber abwertende Begriffe, die vermieden werden sollten, da diese negativ belegt worden sind.
Verächtliche Stereotype
Zuschreibung von Eigenschaften, die sowohl geringe Wärme als auch geringe Kompetenz beinhalten.
Paternalistische Stereotype
Zuschreibung von Eigenschaften, die mit Wärme assoziiert sind, sowie geringe Kompetenz. Ambivalente Stereotype.
Neidvolle Stereotype
Ambivalente Stereotype, die Zuschreibungen von geringer Wärme bei gleichzeitig hoher Kompetenz beinhalten.
„Prototypische“ Ausländergruppe in Deutschland
Türken, verächtliches Stereotyp (geringe Wärme- und geringe Kompetenzzuschreibung); besondere Diskriminierungsbereitschaft aufgrund impliziter Assoziation türkischer Männer mit Gefährlichkeit.
Wahrnehmung von Ethnizität bei Kindern
Dreijährige nehmen Unterschiede in Hautfarbe, Haarstruktur und Gesichtszügen wahr, mit 6-7 J. Begreifen von ethnischer Zughörigkeit als unveränderliches Merkmal. Vorurteile mit 5-7 am stärksten, im Jugendalter altersunabhängig (stärker vom sozialen Kontext beeinflusst).
Ambivalenter Rassismus
Vorherrschen egalitärer sozial-geteilter Wertvorstellungen in westlicher Gesellschaft und ernste positive Überzeugung gegenüber anderen ethnischen Gruppen bei gleichzeitigem Vertreten traditioneller Werte, die von der anderen Gruppe nicht geteilt werden.
Symbolischer Rassismus
Unbewusster Erwerb negativer Einstellungen in früher Kindheit, Rationalisieren im Erwachsenenalter mit Verletzung traditioneller Werte. (1) Ablehnung sozialer und politischer Forderungen (2) Ärger und Empörung über besondere Vergünstigungen (3) Leugnung gegenwärtiger Diskriminierungen.
Moderner Rassismus
Weiterentwicklung des symbolischen. (1) Diskriminierung Vergangenheit, heute gleiche Chancen (2) schnelles und rücksichtsloses Vordringen in gesellschaftliche Bereiche (3) Forderungen und Durchsetzungsstrategien unfair (4) zu viel Aufmerksamkeit
Offener Rassismus
Zurückweisung der Fremdgruppe und Kontaktvermeidung, weil sie als bedrohlich wahrgenommen wird.
Subtiler Rassismus
Versteckt Negativität durch (1) Verweisen auf Unterschiede in (nicht respektierten) traditionellen Werten (2) Betonung kultureller Differenzen (3) Kein Zeigen positiver Gefühle gegenüber Fremdgruppe
Institutionelle und soziale Diskriminierung in Deutschland
Schulische „Gleichheit“ bei gleicher Lesekompetenz, aber 50% unterste Kompetenzstufe des Lesens. Unterschiedliches Bewerten von Schülerverhalten. Niedrigeres Wohlbefinden beim Eintritt in das Erwerbsleben.
Diskriminierung in Rechtssystem und Strafverfolgung
Einfluss auf juristische Entscheidungen (USA: Schwarze härter bestraft für Gewaltverbrechen, Weiße für Veruntreuung und Betrug), Schwarze werden (implizit) bedrohlicher wahrgenommen als Weiße.