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Behinderung


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Behinderung (WHO, 2011)
Überbegriff für Beeinträchtigung, Aktivitätseinschränkungen, mangelnde Teilhabe, Probleme in einem oder mehreren dieser Bereiche.
ICF (WHO)
International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), Modell zur Erfassung und Messung von Behinderung; unterscheidet nicht zwischen körperlichen, geistigen oder seelischen Problemen.
Primäre Prävention
Alle Anstrengungen, mit denen versucht wird, die mögliche Ursache eines Gesundheitsproblems anzugehen, bevor das Problem auftritt.
Sekundäre Prävention
Alle Maßnahmen, um ein Gesundheitsproblem in einem frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln, seine Verbreitung zu stoppen oder langfristige Schäden zu vermeiden.
Tertiäre Prävention
Alle Strategien, mit denen versucht wird, ein schon bestehendes Problem zu behandeln.
Komorbidität
Begleiterkrankungen, die zusätzlich zur Grunderkrankung auftreten; können, müssen aber nicht ursächlich mit der Grunderkrankung zusammenhängen.
spread effect (Wright, 1983)
Durch die Behinderung wird auf andere Merkmale einer Person geschlossen, z.B. ein Blinder kann bestimmt auch nicht gut hören.
APA zu political correctness in Sprache über Menschen mit Behinderung
keine beleidigenden Ausdrücke, nicht mit Zustand gleichstellen (Behinderte), Person selbst ins Zentrum stellen, Verwendung von Adjektiven (behinderte Menschen), Person-zuerst-Prinzip (Menschen mit Behinderung).
Gesundheitszustand
Krankheiten, Verletzungen und andere körperliche Probleme.
Beeinträchtigungen
Folge, Symptome und Anzeichen des Gesundheitszustandes.
Wichtige Einflussfaktoren für Behinderung
(1) Persönliche Faktoren: Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit (2) Umweltfaktoren: Barrieren und Hilfen, Einstellungen, Stereotype, mit denen Menschen mit Behinderung konfrontiert sind, beeinflussen stark den Grad der Behinderung.
Soziales Modell von Behinderung
Behinderung entsteht nicht durch biologische Gegebenheiten, sondern durch Mängel in der Gesellschaft und durch unzureichende politische Unterstützung.
Statistik zu Behinderung (WHO, 2011)
ca. 1 Mill. (15%) Funktionseinschränkungen, 110-190 Mio. Sehr beeinträchtigende Probleme, enger Zusammenhang mit Alter, geringem Einkommen, chronischen Erkrankungen, Geschlecht.
Arten zur Prävention von Krankheit und Behinderung (WHO, 2011)
primäre, sekundäre, tertiäre
Folgeerscheinungen
Treten durch eingeschränkten Gesundheitszustand auf, sind vorhersehbar und können daher oft vermieden oder gut behandelt werden, z.B. Schmerzen.
Multimorbidität
Wenn zur Grunderkrankung mehrere Begleiterscheinungen zusammenkommen, z.B. Schlaganfall, Lähmungsprobleme, Gedächtnisprobleme, Depression.
Behinderung und Gesundheitssystem
Sind meist stärker auf das Gesundheitssystem angewiesen, Zugang jedoch häufig erschwert: mangelnde Transportmöglichkeiten, mangelnde Erreichbarkeit oder Ausbildung von medizinischen Fachkräften, zu hohe Kosten, die selbst übernommen werden müssen.
Stereotype über Menschen mit Behinderung
Weniger intelligent, weniger aggressiv, mutiger. Wenig differenziert ob sensorische oder körperliche Behinderung. Ähnliches Kompetenz-Wärme-Muster wie bei Frauen. Zuschreibung von sozialen Rollen. Ansehen von Behinderung als essentielles, relativ stabiles und unkontrollierbares Merkmal.
Direkte Erfassung von Einstellungen gegenüber Personen mit Behinderung
Ranking, Adjektiv-Checkliste, Paarvergleiche, Semantische Differentiale, Soziale Distanz Skala
Mögliche Effekte bei direkten Maßen
Versuchsleitereffekt, Faking good-Effekt, Soziale-Erwünschtheit-Effekt, Sabotage- oder Faking bad-Effekt, Verweigerungseffekt
Versuchsleitereffekt
So antworten, wie man glaubt, dass die Versuchsleitung es sich erhofft. Rosenthal- / Pygmalion-Effekt.
Faking good Effekt
Von sich selbst einen toleranten und vorurteilsfreien Eindruck vermitteln.
Soziale Erwünschtheit-Effekt
Nur Antworten geben, von denen sie überzeugt sind, dass sie von der Gesellschaft als angemessen angesehen werden.
Sabotage-/Faking bad-Effekt
Versuchen, eine Studie durch falsche bzw. keine Antworten zu sabotieren.
Verweigerungseffekt
Nicht antworten aus Angst, kontroverse oder untypische Einstellungen preiszugeben.
Indirekte Erfassung von Einstellungen gegenüber Personen mit Behinderung
Unwissentliche Verhaltensbeobachtung, Projektive Techniken, Cover-Stories, Physiologische Techniken.
Projektive Techniken
Die Teilnehmenden wissen zwar, dass sie beobachtet werden, sind aber über den Zweck und die Forschungsfrage im Unklaren.
Cover-Stories
Die Teilnehmenden werden zu Anfang über den wahren Zweck der Untersuchung getäuscht und erst am Ende aufgeklärt.
Physiologische Techniken
Die Teilnehmenden wissen zwar, worüber geforscht wird, können aber nicht aktiv eingreifen.
Impliziter Assoziationstest IAT
Indirekte Methode, Einstellungen mit Hilfe von Reaktionszeiten zu messen.