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Patientenschulung


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strukturierte Gruppenprogramme für chronisch kranke Menschen (meist manualisiert)
Patientenschulung =
nachhaltige Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität chronisch Erkrankter + systematische und gruppenübergreifende Verringerung der Behandlungskosten
Patientenschulung: Ziel
frontal, interaktiv
Patientenschulung: Methoden
Kognition, Emotion, Motivation, Verhalten
Patientenschulung: Ansatzpunkte
Diabetes-Selbstmanagement: Vermittlung Krankheitswissen und krankheitsbezogener Fertigkeiten (seit 1970er Jahren)
erste Patientenschulungen
> 6 Mio. Betroffene in Dtl.
Diabetes als Volkskrankheit
Autoimmunerkrankung (Funktionsverlust der Inselzellen in Bauchspeicheldrüse) → beeinträchtigte Insulinsekretion
Typ-1-Diabetes
Insulinresistenz
Typ-2-Diabetes
v.a. chronische Erkrankungen (vielfältige Krankheitsbilder: z.B. Asthma und andere Atemwegserkrankungen, muskuloskelettale Erkrankungen wie Arthrose oder Osteoporose, Migräne und Spannungskopfschmerz, Adipositas, Neurodermitis, chronische Darmentzündungen, neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson)
Patientenschulungen heute
Quantität Betreuungsbedarf (mind. 1x pro Quartal Konsultation eines Arztes)
Patientenschulungen: Teilnahmevoraussetzung
objektive und subjektiv erlebte körperl. Parameter, psychische und soziale Folgen → abhängig von Krankheitsausprägung und betroffener Person
Beeinträchtigungen durch chronische Erkrankungen auf versch. Ebenen
z.B. Blutwerte
chron. Erkrankung: Objektive körperl. Parameter
z.B. Schmerzen
chron. Erkrankung: subjektiv erlebte körperl. Beschwerden
z.B. Angst, Unsicherheit
chron. Erkrankung: psych. Folgen
z.B. Berufsunfähigkeit, Rollenveränderungen
chron. Erkrankung: soz. Konsequenzen
ICF
Patientenschulungen orientieren sich meist an…
internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit
ICF =
Diagnosesystem zur standardisierten Erfassung von Krankheitsfolgen
internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)
BIOPSYCHOSOZIALES Modell (gesundheitsbezogene Lebensqualität ist neben Einschränkungen von Körperstrukturen/-funktionen wesentlich abhängig von der Funktionsfähigkeit/dem Aktivitätsspektrum der Erkrankten im Alltag und ihrer Partizipation (Teilhabe) am sozialen und gesellschaftlichen Leben)
ICF: Grundlage
gegeben, wenn eine Person in ihrem Verhalten in alltäglichen Situationen nicht durch körperliche Einschränkungen beeinträchtigt wird → Voraussetzung für Teilhabe
ICF: Funktionsfähigkeit
keine Einschränkung der Person in ihrem gesellschaftlichen Leben (insb. adäquate Ausfüllung von Rollenfunktionen in Familie, Arbeitswelt, Freizeit) → abhängig von Umweltfaktoren (z.B. behindertengerechter Arbeitsplatz, soziale Un-terstützung) und Personenfaktoren (z.B. psychische Beeinträchtigungen wie Ängste oder Ressourcen wie Selbstwirksamkeit)
ICF: Teilhabe
§43 SGB V (Leistungen bei medizinischer Rehabilitation)
Gesetzliche Verankerung von Patientenschulungen
Wirksamkeit und Effizienz muss nachgewiesen sein
Patientenschulung: Voraussetzung Kostenübernahme
Verband der Ersatzkassen: ärztliche Befürwortung und Begründung, Notwendigkeit kann die Krankenkasse durch medizin. Dienst beurteilen lassen, Kostenübernahme muss vor Schulungsbeginn vorliegen, Krankenkasse kann den Leistungserbringer auswählen, Kostenübernahme nur bei ausreichender Anwesenheit (mind. 80%)
Patientenschulung: weitere Voraussetzungen Kostenübernahme
Verbesserung Selbstmanagement, Steigerung individueller Gesundheit/Wohlbefindens, Verringerung gesamtgesellschaftlicher Krankheitskosten
Pat.schulung: übergeordnete Ziele
muss allgemeinen Zielen dienen (Voraussetzungen: auf theoretischem Wissen und empirischer Evidenz basierend)
Pat.schulung: Gestaltung
Krankheit und Behandlung
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Informationen über…
Selbstdiagnostik und -behandlung behandlung (z.B. Messung der 
Atemstromstärke mithilfe eines Peak-Flow-Meters bei Asthma, Verwendung einer 
cortisonhaltigen Salbe bei Neurodermitis)
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Training von Fertigkeiten zur…
Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel) und zum Aufbau gesundheitsförderlichen Verhaltens (z.B. gesunde 
Ernährung, körperliche Aktivität),
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Motivierung zur Reduktion von…
Reduktion von Risikofaktoren und zum Aufbau 
gesundheitsförderlichen Verhaltens
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Vermittlung von Fertigkeiten zur…
Stressbewältigung (z.B. kogn. Techniken, Entspannungsverfahren)
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Verbesserung der…
soz. Kompetenzen (z.B. Ausdruck des Bedarfs nach soz. Unterstützung, Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal)
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Training…
psychischen Begleiterscheinungen (z.B. Ängste, Wahrnehmung von Hilflosigkeit)
Pat.schulung - Inhalte (allg. Komponenten): Umgang mit…
stationär o. ambulant
Pat.schulung: Struktur
lernzielorientiert; Angaben zu Inhalten, Qualifikation, Übungen, Materialien, evtl. Hausaufgaben
Pat.schulung: Manualisierung
ermöglicht institutionenübergreifende Evaluation
Vorteil Manualisierung Pat.schulung
meist 8 bis 15 Personen
Pat.schulung: Gruppensetting
ökonomisch, Erfahrungsaustausch, gegenseitiges Lernen/Unterstützen
Gruppensetting Vorteile (Pat.schulung)
wenig Zeit für Aufarbeitung individueller Anliegen, Anforderungen an Teilnehmer (z.B. soz. Kompetenz)
Gruppensetting Nachteile (Pat.schulung)
v.a. Ärzte, Psychologen, physio-/ergotherapeutisches Fachpersonal, Pädagogen, Ernährungsberater (ermöglicht Ansatz an versch. Ebenen und versch. Expertise-Beiträge)
Pat.schulung: multiprofessionelle Ausrichtung
i.d.R. 6 bis 12 Sitzungen á 90 Minuten (abhängig von Lernzielen, Inhalten, Setting)
Pat.schulung: Dauer/Umfang
Adipositasprogramm für Kinder und Jugendliche mit 75 Einheiten á 90 Minuten über ein Jahr
"Obeldicks"
• Wissen zu Krankheitsbild und Zielgruppe • gesundheitspsychologisches Theorie-, Diagnostik- und Methodenwissen • Fertigkeiten im Umgang mit Gruppen • didaktische Kompetenzen • kommunikative Basiskompetenzen (z.B. aktives Zuhören, geleitetes Entdecken von Verhaltensalternativen, motivierende Gesprächsführung) • Gruppenleitungs- und Moderationskompetenzen (konstruktive Nutzung und Gestal-tung von Gruppendynamik und -ressourcen) • Umsetzung von Prinzipien rezipientenorientierter Vermittlung (Bedürfnisse, Ressour-cen, Motivation) • Kenntnisse über Prinzipien effektiver Informationsvermittlung
Pat.schulung: Anforderungen an psycholog. Leiter
Nachweis Wirksamkeit und Effizient (gesetzlich gefordert, aber nur bei ca. der Hälfte der Programme geprüft, nur 5% der Evaluationen publiziert); wissenschaftliche Fundierung
Pat.schulung: Qualitätssicherung