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Ressourcenförderung


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von der pathogenetischen zur salutogenetischen, ganzheitlichen Sichtweise
Paradigmenwechsel 1970er Jahre
alles, was in einer bestimmten Situation als hilfreich/dienlich wahrgenommen wird, um zu einem bestimmten Zielzustand zu kommen → ob Ressourcen wirksam werden ist somit auch von individueller Wahrnehmung und Bewertung abhängig
Ressourcen =
erfolgreichen Bewältigung von Lebensanforderungen und Erlangung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils
Ressourcen als Schutzfaktor
• innerpsychisches Geschehen (z.B. Motivation, Wünsche, Überzeugung, Werthaltung) • Fertigkeiten und Fähigkeiten • externe Aspekte (z.B. finanzielle Möglichkeiten, Bildung) • externe physische Gegebenheiten (z.B. Aussehen, Körperstruktur)
Ressourcen: Formen
vom Handelnden selbst wahrgenommen
subjektive Ressourcen
vom Beobachtenden wahrgenommen
objektive Ressourcen
EXTERN (z.B. materielle Ressourcen, beruflicher/sozialer Status), INTRAPERSONELL (z.B. emot./kong. Kompetenzen, Selbstwirksamkeit) sowie INTERPERSONELL (z.B. soz. Unterstützung) verortet sein
subjektive u. objektive Ressourcen können jeweils…
Stärkung bereits vorhandener oder Etablierung neuer Unterstützungsquellen
Ressourcenförderung =
Wahrnehmung, Reaktivierung und Nutzung zwar vorhandener, jedoch aktuell bachliegender Ressourcen (Überschneidungen mit Ressourcenförderung)
Ressourcenaktivierung =
v.a. im therapeutischen/beratenden Kontext
Ressourcenaktivierung: Anwendung
nach Grawe (Problemaktualisierung, -bewäligung, Klärung, therapeut. Beziehung)
Ressourcenaktivierung: einer der 5 zentralen Psychotherapiewirkfaktoren...
z.B. Ausnahmefragen, Imaginationen, Wunderfrage
ressourcenorientierte Gesprächsführung
Kohärenzgefühl
umfassende personale Ressource (maßgeblich für Gesundheitserhalt)
globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat → wird in Stressituationen wirksam
Kohärenzgefühl =
Comprehensibility, Manageability, Meaningfulness
Kohärenzgefühl: Komponenten
Verstehbarkeit (innere/äußere Stimuli sind strukturiert, vorhersehbar und erklärbar)
Comprehensibility =
Handhab- / Bewältigbarkeit (Ressourcen zur Bewältigung vorhanden)
Manageability =
Sinnhaftigkeit (Anforderungen sind Herausforderungen, die Anstrengung und Engagement 
lohnen)
Meaningfulness =
Ressourcen, auf die bei Belastung zurückgegriffen wird (z.B. soz. Unterstützung, Selbstwirksamkeit)
Bewältigungsressourcen =
ob eine Anforderung als Belastung erlebt wird, ist abhängig von der kogn. Bewertung (wird durch Situationsmerkmale und Ressourcen beeinflusst) → Ressourcen können Belastungen reduzieren
transaktionales Stressmodell (Lazarus, 1966)
Annahme, dass Menschen nach physischen, sozialen und psychologischen Ressourcen streben und den Verlust von Ressourcen verhindern wollen → chronische Stressreaktion bei (drohendem) Ressourcenverlust oder fehlender Ressourcengewinn nach Ressourceninvestition
Modell der Ressourcenerhaltung (Hobfoll, 1988)
Objektressourcen (z.B. Haus), persönliche Ressourcen/Charakteristika (z.B. Selbstwirksamkeit, soz. Kompetenz), Bedingungsressourcen (z.B. Arbeitsplatzsicherheit), Energieressourcen (Wissen, Zeit, Geld)
Ressourcenarten (nach Hobfoll, 1988)
setzen v.a. an persönlichen intra- und interpersonellen Ressourcen an
gesundheitspsychologische Maßnahmen zur Ressourcenförderung...
kognitive, motorisch-sensorische, soziale, emotionale Ressourcen und die Fähigkeit zur Selbstregulation
interne Ressourcen zur Unterstützung der Bewältigung von Lebensanforderungen nach Jerusalem (2009):
Selbstbericht vs. Fremdbewertung; offene vs. geschlossene Verfahren
Ressourcendiagnostik
Ressourceninterview
Bsp. offene Ressourcendiagnostik
• 10 bis 20 Ressourcen • Bewertung hinsichtlich Ausprägung, Potenzial, Ziel, Relevanz • (wiederkehrende) Benutzung im Rahmen eines Therapie-/Beratungsprozesses • Entwicklung von Möglichkeiten der Zielerreichung
Ressourceninterview (Schiepek & Cremer, 2003)
Ressourcencheckliste
Bsp. geschlossene Ressourcendiagnostik
Selbstbeurteilung oder Verwendung im Rahmen gesundheitspsychologischer Beratung; umfasst umweltbezogene externe, soziale und personale Ressourcen; Bewertung der Stärke und individueller Wichtigkeit einzelner Ressourcen
Ressourcencheckliste (Dick, 2003)
nicht teststatistisch geprüft, nicht standardisiert
Ressourcencheckliste: Kritik
unterscheiden sich stark in Inhalten und Ansatzpunkten
Ressourcen: Förderprogramme
z.B. soz. / emot. Kompetenz
individuelle Ressourcen (Jerusalem, 2009)
z.B. Familienzusammenhalt
systemische Ressourcen (Jerusalem, 2009)
z.B. Kompetenztraining im Umgang mit gesundheitl. Risiken bei Alkoholabhängigkeit
gesundheitsspezifische Ressourcen (Jerusalem, 2009)
z.B. zur Lebensbewältigung
gesundheitsunspezifische/übergreifende Ressourcen (Jerusalem, 2009)
z.B. Fähigkeit zur Selbstregulation
Ressourcenförderung: bereichsspezifische Fördermaßnahmen (Jerusalem, 2009)
z.B. Sportangebote, soz. Unterstützung
Ressourcenförderung: Gestaltung von förderl. Verhältnissen (Jerusalem, 2009)
face-to-face- (Einzel-/Gruppensetting), e-/m-Health-Angebote, autodidaktische Maßnahmen (z.B. Ratgeber)
Ressourcenförderung: Interventionen
v.a. für interpersonelle Aspekte geeignet; offen (neue Mitglieder mgl.) vs. geschlossen (homogener Wissensstand)
Ressourcenförderung: Gruppensetting
z.B. Patientenschulung
Ressourcenförderung: zielgruppenspezifische Trainings
z.B. Lebenskompeteztraining
Ressourcenförderung: universelle Trainings
KOMPLEXe Techniken vs. auf EINEr METHODE basierend (z.B. Entscheidungstraining) vs. versch. EINZELMETHODEN integrierend (z.B. Programm zur Stärkung der sozialen Kom-petenz: kognitive Verfahren wie Problemlösen + übende Methoden wie Rollenspiele)
Ressourcenförderung: Methoden
moderierend (Belastung/Stressor → Stressreaktion)
kogn. Ressourcen: Funktion
Analyse stressauslösender Situationen → Ableitung Lösungsmöglichkeiten inkl. benötigter Kompetenzen, Prävention (ähnliche Situationen in Zukunft)
kogn. Ressourcen: Ziel
Problemlösetraining, Techniken zur Förderung der Entscheidungskompetenz
kogn. Ressourcen-Förderung: Bsp.
analytische Problembearbeitung, kreative Lösungsansatzentwicklung, systematische Erprobung
Problemlösetraining (Kaluza, 2015)
(1) Stresssituation identifizieren und eingrenzen (2) verschiedene (auch unmögliche) Lösungsideen (3) den eigenen Weg zum Umgang mit Stressor wählen (4) Vorgehen planen (Unterteilung des Ziels in Teilziele) (5) Durchführung (6) Bilanz
Problemlösetraining: Schritte (Kaluza, 2015)
Bewältigung einer Situation + Vorlage für zukünftige Problemlösung + Steigerung der Selbstwirksamkeit
Problemlösetraining: Ziele (Kaluza, 2015)
Handlungsgrundlage (implizit/unbewusst oder bewusst) → unterschiedl. Komplexität/Tragweite
Entscheidungen =
z.B. Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen
gesundheitsbezogene Entscheidungen
Verharren in Entscheidungssituation → zusätzliche Belastung mit neg. Gesundheitsauswirkungen
Grübeln =
Berücksichtigung aktueller GEFÜHLE/BEDÜRFNISSE und Antizipation von KONSEQUENZEN
Voraussetzungen für zufriedenstellende Entscheidungen
konkrete Situation + Bewertung der Relevanz
Training zur Stärkung der Entscheidungskompetenz: Schritt 1
Erarbeitung versch. Entscheidungsoptionen + Überprüfung hinsichtlich Umsetzbarkeit → Visualisierung von Vor- und Nachteilen, z.B. durch Mindmapping, Entscheidungsbäume, Entscheidungsmatrix
Training zur Stärkung der Entscheidungskompetenz: Schritt 2
(1) Kosten & (2) Nutzen einer Verhaltensänderung
Entscheidungsmatrix: Dimensionen
Vor- & Nachteile bzgl. Kosten & Nutzen einer Verhaltensänderung notieren (Einbezug kurz- und langfristiger sowie widersprüchlicher Konsequenzen!) → Relevanzbewertung, z.B. durch Punkte (pos. Werte für pos., neg. für negative Konsequenzen → Summe führt i.d.R. zur Entscheidung)
Entscheidungsmatrix: Durchführung
z.B. Entspannungs-, Genusstraining
Förderung motorisch-sensorischer Ressourcen
Erregungsreduktion, Abbau funktioneller Beschwerden, Gelassenheit, Ruhe
Entspannungstraining: Ziele
abnehmender Sauerstoffverbrauch, gesenkter Blutdruck, verbesserte Hautdurchblutung, Senkung des Spiegels von Adrenalin/Noradrenalin/Kortisol im Blut
Entspannungstraining: direkte Wirkungen (körperl. Ebene)
Abnahme Angstbereitschaft, Zunahme Belastbarkeit, pos. Veränderung der Selbstein-schätzung
Entspannungstraining: weitere Wirkungen
Progressive Muskelrelaxation (Jacobson, 1996)
Entspannungstraining: PMR
muskuläre An- und Entspannung kann willentlich erzeugt werden; muskuläre Ent- und emotionale Anspannung sind nicht gleichzeitig möglich
PMR: Grundlagen
Schulung der Fähigkeit zur bewussten Wahrnehmung und Unterscheidung von Anspannungs- und Entspannungszustände
PMR: Ziel
16 Muskelgruppen, 5-7s anspannen, 20-30s entspannen, täglich 25 bis 30 Minuten üben, nach 3 Wochen Kurzform möglich
PMR: Durchführung
positive Sinneserfahrung bezeichnet, bei der mindestens ein Sinnesorgan beteiligt ist und die mit körperlichem und geistigem Wohlbefinden verbunden ist (Handler, 2008) → kann (v.a. bei kranken Menschen) Lebensqualität erhöhen
Genuss =
Sensibilisierung der Sinnesreize
Genusstraining: Ziel
Imaginationsübungen, verhaltensorientierte Genussregeln, achtsames Wahrnehmen (Kaluza, 2015)
Genusstraining: Methoden
alle Ressourcen, die es ermöglichen, im Umgang mit anderen erfolgreich zu interagieren (Kanning, 2002)
soz. Ressourcen =
eigene Bedürfnisse adäquat formulieren, um Hilfe bitten, Auseinandersetzungen zur beidseitigen Zufriedenheit lösen
Förderung soz. Ressourcen: Ziele
Lösung zwischenmenschl. Stress-/Belastungssituationen, zusätzl. Ressourcen bei persönl. Herausforderung durch Einbezug anderer, klare Kommunikation eigener Grenzen
Förderung soz. Ressourcen: gesundheitsbezog. Nutzen
Aufbau und Training sozialer Kompetenzen nach Ullrich & de Muynck (2015)
Assertiveness-Training-Programm (ATP)
(1) sich eigene Ansprüche erlauben (2) sich trauen, diese zu äußern (keine blockierenden Emotionen wie Schuldgefühle) (3) Fähigkeit zur angemessenen Umsetzung (keine aggressive Vertretung) (4) Sympathie für sich bei anderen durch klares, offenes Verhalten ohne Überanpassung oder Bedürfnisverzicht
ATP: Hauptbausteine
v.a. Verhaltensübungen (Rollenspiel, Modelllernen, Feedback); (videogestützte) Hausaufgaben
ATP: Methoden
meist Gruppensetting (2 Therapeuten), auch Einzelsetting oder Kombination möglich
ATP: Durchführung
Verhaltens- und Zielanalyse → auf das jeweilige Ziel ausgerichtete, individualisierte Übungen mit aufsteigender Schwierigkeit
ATP: Vorgehen
z.B. Gewaltfreie Kommunikation (Rosenber, 2010)
Konfliktmanagementtraining
Steigerung Konfliktfähigkeit und -kompetenz
Konfliktmanagementtraining: Ziel
als Voraussetzung für gelingende Kommunikation
Konfliktmanagementtraining: Empathie (Grundannahmen)
beeinflusst maßgeblich, in welchem Ausmaß Menschen Empathie für ihr Gegenüber entwickeln und die Bedürfnisse des Anderen wahrnehmen können
Konfliktmanagementtraining: Kommunikation (Grundannahmen)
meist mangelhafte Trennung von Beobachtung und Bewertung sowie sprachl. Ausdruck und Formulierung von Kritik statt Wünschen
Konfliktmanagementtraining: Konfliktursachen (Grundannahmen)
u.a. Rollenspiele und Ausprobieren von Handlungsalternativen (PERSPEKTIVWECHSEL zentral: „Wie fühlt sich die oder der Andere“/“Wie wirkt es auf die oder den Anderen, wenn ich dies sage?“)
Konfliktmanagementtraining: Methoden
(1) Beobachtung, (2) Gefühl, (3) Bedürfnis, (4) Bitten
Konfliktmanagementtraining: Trainingsschritte
Situation, Aussagen und Handlung wahrnehmen (ohne Bewertung/ Interpretation!) + Beobachtung sprachlich ausdrücken
Beobachtung (Training Konfliktmanagement, Schritt 1)
Beobachtung löst i.d.R. Gefühl aus, was häufig mit Bewertung einhergeht → klare Kommunikation
Gefühl (Training Konfliktmanagement, Schritt 2)
Analyse und Kommunikation von Bedürfnissen, auf die Gefühle i.d.R. hinweisen
Bedürfnis (Training Konfliktmanagement, Schritt 3)
um das, was gewünscht wird (sprachlicher Ausdruck, der verständliche Reaktion wahrscheinlich werden lässt)
Bitten (Training Konfliktmanagement, Schritt 4)
Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit den eigenen Emotionen
Förderung emot. Ressourcen: Ziel
langfristige Lebenszufriedenheit, innere Stärke
wiederholtes Erleben pos. Emotionen (insb. Freude)
Fähigkeit, mit Belastungen so umzugehen, dass zu einem ausgeglichenen Zustand zurückgefunden werden kann
innere Stärke =
Trauer, Ärger, Wut erkennen und konstruktiv als Indikatoren nutzen
Regulation neg. Emotionen
Blutdruck (Gentry, Chesney, Gary, Rogers & Harburg, 1982)
Ärgerregulation beeinflusst…
7 Schlüsselelemente / Module (Muskel-, Atementspannung, bewertungsfreie Wahrnehmung, akzeptieren & tolerieren, Selbstunterstützung, Analysieren, Regulieren)
Training emotionaler Kompetenzen (TEK; Berking, 2017)
PMR
Musekentspannung (TEK, Modul 1)
Übungen zur Fokussierung auf den eigenen Atem
Atementspannung (TEK, Modul 2)
intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen → Ziel: wertfreie Beobachtung/Wahrnehmung; Auseinandersetzung mit scheinbar automatischen Emotionsbewertungen
bewertungsfreie Wahrnehmung (TEK, Modul 3)
Emotionen in vorhandener Art und Ausprägung annehmen
akzeptieren & tolerieren (TEK, Modul 4)
mitfühlende Haltung ggü. sich selbst + selbstunterstützende Handlungen wie Ermutigung, Trost, Aufheiterung; z.B. mittels Imaginationsübungen
Selbstunterstützung (TEK, Modul 5)
Analyse des Bedingungsgefüges der Emotionsentstehung, Aufdeckung primärer Emotionen (z.B. Wut statt Trauer)
Analysieren (TEK, Modul 6)
Wäre eine alternative Emotion in einer bestimmten Situation kongruenter (z.B. Trauer statt Wut)?, Entwicklung eines Plans zum Erleben der Emotion
Regulieren (TEK, Modul 7)
(1) Ein begründetes Zielgefühl setzen, (2) Brainstorming, wie dieses Zielgefühl erreicht werden kann, (3) Konkretisierung des Plans, (4) Ideen umsetzen, bis sich etwas ändert, (5) Konstruktiver Umgang mit Misserfolgen und Erfolgen
Plan zum Erleben einer Emotion (TEK; Regulation)
Fähigkeit, Kompetenzen zu koordinieren und sie gezielt und bewusst einzusetzen (Jerusalem, 2009)
Selbstregulation =
Phänomen, dass es Personen gelingen kann, an seelischen Krisen und Überforderungen nicht zu zerbrechen, sondern im Gegenteil, daran zu wachsen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken (Wellensiek, 2011)
Resilienz =
im Laufe des Lebens in der Mensch-Umwelt-Interaktion erlerntes (nicht angeborenes) Merkmal
Resilienz als...
konstruktive Selbststeuerung (funktionale Lenkung eigener Kognitionen, Emotionen, Verhaltensweisen) sowie bessere Wahrnehmung/Wertschätzung/Nutzung unterstützende Faktoren der Umgebung
Resilienz ermöglicht…
Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeitserwartung, Eigenverantwortlichkeit, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung, Zukunftsorientierung
Förderung von Resilienz (Heller, 2013)
Annahme d. Situation (durch Übernahme der Beobachterperspektive, Erarbeitung der Dysfunktionalität von Was-wäre-wenn-Gedanken)
Akzeptanz (Resilienzförderung)
pos. Attributionsstil (Erfolge internal, global und stabil: Misserfolge eher external, variabel und spezifisch)
Optimismus (Resilienzförderung)
Aufbau grundsätzlichen Vertrauens in eigene Fähigkeiten/Handlungsmöglichkeiten durch bewusste Wertschätzung eigener (Teil-) Erfolge sowie Formulierung realistischer Ziele
Selbstwirksamkeitserwartung (Resilienzförderung)
eigene wohldosierte Erfolgserfahrungen (Auseinandersetzung mit bereits erzielten, aber nicht mehr im Gedächtnis präsenten Erfolgserlebnissen; an den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten orientierten Zielformulierungen), Modelllernen, verbale Überredung und Erleben körperlicher Zustände bei Erreichen oder Nichterreichen von Zielen
Förderung der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura (1986)
kognitive Strategien zur Stärkung der Wahrnehmung eigener Handlungsmöglichkeiten
Eigenverantwortlichkeit (Resilienzförderung)
Potenziale erkennen, Aufbau und Pflege von Netzwerken
Netzwerkorientierung (Resilienzförderung)
Rückgriff auf Elemente der pos. Psychologie, Kreativitätstechniken zur Erweiterung des Suchraums für potenzielle Lösungswege (Es soll verinnerlicht werden, dass auch in einer schwierigen Situation meistens Ansatzpunkte für zumindest teilweise Veränderungen in eine erwünschte Richtung gefunden werden können.)
Lösungsorientierung (Resilienzförderung)
Energie und Zeit in erster Linie in die Gestaltung aktueller und zukünftige Situationen investieren (statt Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten durch Beschäftigung mit Vergangenheitsproblemen); Untergliederung anstehender schwieriger Situationen in kleinere Teilprobleme/-abschnitte sowie Anleitung zur schrittweisen Meisterung dieser Anforderungen
Zukunftsorientierung (Resilienzförderung)
Nutzung und bewusster Einsatz von Zielen als eigenständige Ressource zur Steuerung der eigenen Handlungen
zielgerichtetes Handeln
Ansatzpunkte: Zielformulierung, Vermehrung verfügbarer Umsetzungsstrategien, Umgang mit (un-) erreichten Zielen
Techniken zur Förderung des zielgerichteten Handelns
Ziele zu hoch gesetzt, Motivation kann nicht bis zur Zielerreichung aufrecht erhalten werden, Ziele zu global (z.B. bis zum Ende des Lebens glücklich sein → Ziel wird bedeutungslos)
zielgerichtetes Handeln: häufige Probleme
z.B. SMART-Technik (Tiefenbacher & Neuburger, 2010)
Zielformulierung
spezifisch (präzise Definition)
S (SMART-Technik)
messbar (quantifizierbares und somit operationalisierbares Ziel)
M (SMART-Technik)
akzeptiert (Bedeutung des Ziels muss von allen Beteiligten geteilt werden)
A (SMART-Technik)
realistisch (d.h. umsetzbar)
R (SMART-Technik)
terminiert (Zeitraum und Zeitpunkt der Zielüberprüfung)
T (SMART-Technik)