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Evaluation gesundheitspsychologischer Maßnahmen


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Evidenzbasierung, Kosteneffizienz
Evaluation gesundheitspsychologischer Maßnahmen
systematische Analyse und empirische Untersuchung von Konzepten, Bedingungen, Prozessen und Wirkungen zielgerichteter Aktivitäten zum Zwecke ihrer Bewertung und Modifikation
Evaluation =
Planungs- und Entscheidungshilfe (Bewertung von Handlungsalternativen)
Evaluation: Ziel
systematisch und nach festgelegten wissenschaftlichen Regeln
Evaluationen sind im Gegensatz zu Alltagsbewertungen…
Überschneidungen
Evaluation & Qualitätssicherung
Messung & Verbesserung der Qualität verschiedenster Objekte (z.B. Dienstleistungen, technische Geräte) → zentrales Anliegen: wünschenswerte Kriterien und Ziele tatsächlich erreichbar zu machen indem die hierzu erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden
Qualitätssicherung
Personen, Produkte, Zielvorgaben, Systeme, Umgebungsfaktoren, Methoden, Programme, Forschungsergebnisse
Evaluationsobjekte
Gestaltungsverbesserung vs. globale zusammenfassende Bewertung
formative vs. summative Evaluation
Erstellung und Bewertung von Entwürfen von Kampagne zu gesunder Ernährung
formative Evaluation: Bsp.
Bewertung der finalen Kampagne
summative Evaluation: Bsp.
i.d.R. Interaktion mit Testpersonen
Formative Evaluation: wissenschaftl. Leitung
i.d.R. erst nach Abschluss der Intervention aktiv
summative Evaluation: wissenschaftl. Leitung
i.d.R. qualitativ und quantitativ
formative Evaluation: Datenerhebung
i.d.R. nur quantitativ
summative Evaluation: Datenerhebung
Entwicklung und Optimierung von Interventionen
formative Evaluation: Ziel
Nutzenbestimmung bereits existierender Programme
summative Evaluation: Ziel
Programmkonzeption → Formativ → Durchführung → Wirksamkeit → Effzienz
zeitliche Einordnung versch. Evaluationsformen
Programmkonzeption (antizipatorische und prospektive Evaluation)
Vor der Erprobung des Programms: Evaluation der…
formative Evaluation (fortlaufende Evaluation, ggf. Modifikation der Programmkonzeption)
Während der Erprobung des Programms:
Programmdurchführung (Implementationsforschung u. Prozessevaluation) & Programmwirksamkeit (Prozess-, Ergebnis- u. Erfolgsevaluation)
Während der Durchführung des Programms: Evaluation der…
Programmeffizienz (Kosten-Nutzen- u. Kosten-Effektivitäts-Analysen)
Nach der Durchführung des Programms: Evaluation der…
Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness, Genauigkeit (DeGEval – Gesellschaft für Evaluation, 2008)
Qualitätssicherung Evaluation (30 Standards in 4 Kategorien)
Wirksamkeit & Effizienz
Nützlichkeit (Qualitätssicherung Evaluation)
cost-benefit-analysis, cost-effectiveness-analysis
Nutzenanalysen
Gegenüberstellung Kosten und Nutzen in monetären Einheiten + Einbezug der Wahrscheinlichkeit/Sicherheit, dass bestimmte Konsequenzen (Nutzen, Schaden) eintreten wird
cost-benefit-analysis =
erhebt Aufwand monetär, misst den Ertrag aber in inhaltlichen Einheiten + Einbezug der Wahrscheinlichkeit/Sicherheit, dass bestimmte Konsequenzen (Nutzen, Schaden) eintreten wird
cost-effectiveness-analysis =
Evaluationen unter möglichst ökonomischen Bedingungen (Zeit, Geld, Material)
Durchführbarkeit (Qualitätssicherung Evaluation)
sorgsamer Umgang mit Bewertungsmacht (Schutz individueller Rechte/Daten, Sensibilität gegenüber unethischem und ungesetzlichem Verhalten, Wertschätzung, Transparenz)
Fairness (Qualitätssicherung Evaluation)
gültige Informationen und Ergebnisse zu den untersuchten Evaluationsobjekten, möglichst genaue Beantwortung der Forschungsfrage
Genauigkeit (Qualitätssicherung Evaluation)
Perspektiven/Ziele in Abhängigkeit der Zielgruppe (z.B. klinische Fachleute, Versicherte, Patienten, Kostenträger)
Evaluationsperspektiven
Durchführung von Mitgliedern (v.a. formative Evaluationen) vs. externe Fachleute (v.a. summative Evaluationen)
Selbst- vs. Fremdevaluation (Evaluationsperspektiven)
Urheberschaft der Konzeption/Festlegung der Evaluationsziele durch Institution selbst vs. durch übergeordnete Stellen (z.B. Ministerien, Politik, Gewerkschaften) zur Systemsteuerung
Interne vs. externe Evaluation (Evaluationsperspektiven)
erfolgreiche Bearbeitung des Evaluationsauftrags; ggf. Erweiterung des Wissens über evaluierten Bereich
Externe Fachleute: Ziel (Evaluationsperspektiven)
z.B. Verbesserung von Arbeits-/Lebensbedingungen; ggf. Angst vor Ergebniskonsequenzen
Betroffene: Ziel (Evaluationsperspektiven)
= alle Personen- und Interessengruppen verstanden, die an einem (Evaluations-) Prozess beteiligt sind, z.B. therapeutisches und medizinisches Fachpersonal, Angehörige anderer sozialer Berufe, Vertretungen der Politik, Krankenkassen oder Versicherungen → evtl. DIVERGENZEN zw. versch. Beteiligten → alle Interessen berücksichtigen!
weitere Stakeholder: Ziel (Evaluationsperspektiven)
Initiierung → Konzeption → Planung → Realisierung → Abschluss
Evaluationsprozess: Projektphasen
wissenschaftl., Projektmanagement-, Entwurfsperspektive
Evaluationsprojekte müssen 3 Perspektiven vereinen
Einhaltung Phasen des empirischen Forschungsprozesses
Wissenschaftliche Perspektive (Evaluationsprojekte)
Phasen müssen entsprechend des Projektmanagements organisiert werden
Projektmanagementperspektive (Evaluationsprojekte)
Die Phasen müssen den Zeitpunkt der Interventionsentwicklung oder durchführung berücksichtigen
Entwurfsperspektive (Evaluationsprojekte)
• Identifikation EVALUATIONSPROJEKTE (Klärung Finanzierung, Akquirierung Projekte) • ZIELKLÄRUNG: Ziele der Intervention (Was soll mit der Intervention erreicht werden?), Ziele der Evaluation (Was soll die Evaluation bewerten?)
Initiierungsphase (Evaluationsprozess)
Erkenntnis-, Optimierungs-, Kontroll-, Entscheidungs-, Legitimationsziel → Die konkrete Formulierung und Messbarkeit der Evaluationsziele sind entscheidende Vo-raussetzungen für ihre Erreichung (ggf. Überführung von „Grobzielen“ in „Feinziele“)
5 Ziele der Evaluation (Initiierungsphase)
Zusammenhänge von Intervention und Wirkung?
Erkenntnisziel (Evaluation)
Stärken und Schwächen? ggf. Ausbau/Abbau
Optimierungsziel (Evaluation)
korrekte Umsetzung? Intendierte Wirkung/Kosten-Nutzen-Bilanz?
Kontrollziel (Evaluation)
Vergleich von Internventionen
Entscheidungsziel (Evaluation)
Legitimierung einer Intervention ggü. Dritten (z.B. Geldgebern)
Legitimationsziel (Evaluation)
(1) Exploration der Evaluationsbedingungen, (2) Entwicklung Evaluationskonzept, (3) Gewährleistung des operativen Projektmanagements
Konzeptionsphase (Evalutationsprozess)
Formulieren von Evaluationsfragen und -hypothesen, Erstellung der Untersuchungsplanung
Planungsphase (Evaluationsprozess)
offene Fragen (z.B.: Erreicht die Intervention die gewünschte Wirkung?) oder gerichtete Hypothesen (z.B.: Die spezifische gewünschte Wirkung wird mit der Intervention in stärkerem Maße erreicht als bei Unterlassen der Intervention.)
Evaluationsfragen
detailliertes Untersuchungsdesign, Stichprobe und Instrumenten
Untersuchungsplanung
• Umsetzung/Realisierung der erstellten Pläne • Datenerhebung (besondere Berücksichtigung von Störfaktoren!) • Datenauswertung und -analyse • Interpretation der Evaluationsdaten • Projektcontrolling während gesamter Projektlaufzeit
Realisierungsphase (Evaluationsprozess)
• Kommunikation der Ergebnisse • Ableitung von Handlungsempfehlungen • Publikation und Verbreitung von Evaluationsergebnisse • Metaevaluation
Abschlussphase (Evaluationsprozess)
vergleichende Bewertung von Evaluationen mit ähnlichen Komponenten, wichtig für die Gewinnung von tragfähigen Erkenntnissen zu einem Inhaltsbereich oder einer Fragestellung
Metaevaluation =