Level 2
Level 1

Kap.4 Strategien der Operationalisierung und Indik


26 words 0 ignored

Ready to learn       Ready to review

Ignore words

Check the boxes below to ignore/unignore words, then click save at the bottom. Ignored words will never appear in any learning session.

All None

Ignore?
Anforderungen an erfahrungswissenschaftliche Theorien/Hypothesen
*empirischer Bezug zur Theorie *Präzise Definition der benutzten Begriffe *Indikatoren( wenn empirischer Bezug zum Begriff nur indirekt herstellbar ist) *Operationalisierung der benutzten Begriffe
Indikator
Direkt beobachtbarer Sachverhalt der durch Korrespondenzregel mit dem nicht-direktbeobachtbarem Sachverhalt verknüpft wird. Überschussbedeutung=enthält Info über den reinen Sachverhalt hinaus
Indikator-> solche empirischen Sachverhalte die
1. Direkt wahrnehmbar/feststellbar 2. eindeutige Hinweise auf nicht direkt erfahrbaren Sachverhalt liefern
Definitorische Indikatoren (Nowak)
Durch sie wird die zu untersuchende Merkmalsdimension selbst erst definiert. 100%Gültigkeit: Beeutungsgehalt der Indikatoren = Bedeutungsgehalt der Begriffe für die sie stehen
Korrelative Indikatoren (Nowak)
Beeutungsgehalt Indikatoren NICHt GLEICH Bedeutungsgehalt der Begriffe
Intern Korrelative Indikatoren
Indikatoren für Teilaspekte korrelieren mit den übrigen Komponenten des definierten Begriffs -> teilweise gültig
Extern korrelative Indikatoren
Indikatoren für Sachverhalte die nicht Bestandteil der Definition, aber dennoch mit der begrifflich bezeichneten Merkmalsdimension korrelieren. ->ungewisse Gültigkeit
Schlussfolgernde Indikatoren (Nowak)
Indikatoren von denen auf Merkmalsausprägungen von Variablen geschlossen werden kann die garnicht direkt beobachtbar sind -> Validität schwierig
Empirische Gültigkeit
der beobachtbare Sachverhalt zeigt korrekt den nicht.beobachtbaren Sachverhalt an
Semantische Gültigkeit
Die Bedeutung der Indikatoren bildet korrekt den Bedeutungsraum er theoretischen Begriffs ab
Indexbildung
möglich wenn: 1.die Korrelationen zw. den Index-Teildimensionen bzw. zw. den Indikatoren für die Teildimensionen alle ein positives Vorzeichen haben. 2.die Korrelationen der Teildimensionen/Indikatoren mit der abhängigen Variablen alle das gleiche Vorzeichen haben
Hauptgrund für die Verwendung von Indizes
1. Beseitigung von Messungenauigkeiten 2. Beseitigung von Redunanz (bei Mehrfachmessung)
Probleme bei der Indexbildung
es gibt mehrere Möglichkeiten einen Gesamtindex zu bilden *Einseitigkeit(verwertet nur einen Teil der erhobenen Infos -> Gegenindex konstruieren) *Bildung einer eindimensionalen Rangordnung aufgrund zweier ordinalskalierter Variablen ist problematisch *Indexwerte spiegeln nicht die Bewertungen der Befragten wider
Operationalisierung (eines Begriffs)
Angabe derjenigen Vorgehensweisen/Forschungsoperationen, mit deren Hilfe entscheidbar wird, ob und in welchem Außmaß der mit dem Begriff bezeichnete Sachverhalt in der Realität vorliegt. KEINE Bedeutungszuweisung zu einem sprachl. Zeichen, SONDERN Handlungsanweisung zur empirischen Anwendung von Begriffen
Operationalisierung
-Auswahl und Begründung von Inikatoren -Angabe der Datenerhebungsinstrumente -Angabe über die Handhabung des Messinstruments -Protokollierung der Messergebnisse
Prozess der Operartionalisierung (Dreischritt)
1. Auswahl&Begründung von Indikatoren 2.Angabe&Begründung der Beobachtungsoperationen 3.Formulierung&Begründung von Vorschriften über die Zusammenfassung von Indikator-Einzelwerten
Theoretische Konstrukte auf dem Weg zur Operationalisierung (Esser)
1.Exploration des Vorstellungsfeldes(vorbereitete Erkundung) 2.Konzeptspezifikation (konkretisierende Systematisierung) 3.Auswahl der Indikatoren (Umsetzung der theoretischen Vorstellung auf emp. beobachtbare Äußerungen) 4.Indexbildung(wenn zu einer Begriffsdefinition mehrere Indikatoren ausgewählt wurden)
Operationalisierung von Aussagesystemen (3 Aussageebenen)
1.Kerntheorie / substantielle Theorie 2.Beobachtungsaussagen 3.Verknüpfung der Begriffe von Theorie zur Beobachtungssprache durch Korrespondenzregeln
Korrespondenzregeln
legen fest: *welcher beobachtbare Sachverhalt als Indikator für den theoretisch gemeinten Sachverhalt gelten soll. *welcher emp. Sachverhalt mit dem Theor. sachverhalt korrespondiert
Empirisch interpretierbare Theorien
bestehen aus: +Theoretisch definierten Begriffen *Theoretischen Postulaten (Hypothesen) *Korrespondenzregeln *Indikatoren *theorie-implizierte Beobachtungsaussagen (Theor. Basissätze)
semantische Validität
Operationale Def. hat den selben Inhaltsbereich wie die nominelle Def. 5mögliche Ergebnisse: -vollständige Validität -zuenge Operationalisierung -zu weite Operationalisierung -Operationalisierung nicht trennscharf -keine semantische Gültigkeit
empirische Validität
Wird durch die Erhebung genau das gemessen was durch das Konstrukt bezeichnet worden ist?
Inhaltsvalidität (emp.Validität)
Sind die Untersuchungsergebnisse plausibelim Vergleich zu "state of the art" und bisher akzeptiertem Wissen
Kriteriumsvalidität
Vergleich mit 2.Satz empir. Daten als externes Prüfkriterium
Konstruktvalidität
Der zu operationalisierende Theo. Begriff kann in mehreren empir. prüfbaren Zusammenhangshypothesen verwendet werden
2Typen von Ursachen für Informationsverzerrung
1.vom Messinstrument verursachte systematische Fehler (-> keine semantische Gültigkeit) 2.Von der Erhebungssituation ausgehende systematische Fehler (Forschungskontaktsituation)