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Soziale, Emotionale, Kreative Kompetenzen


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Nutzung des Begriffs "Intelligenz"
eher für kognitive Fähigkeiten (vgl. Inflation der Intelligenzen)
Definition Kompetenz
Potential zur Ausführung bereichs- und situationsspezifischer Verhaltensweisen, eher durch Lernprozesse bestimmt
Def. Soziale Intelligenz nach Thorndike (1920)
"the ability to understand and manage men and women, boys and girls - to act wisely in human realtions"
Komponenten der Definition sozialer Intelligenz nach Thorndike
1. Wahrnehmungskomponente (einschätzen, verstehen von Personen, emotionale Empathie); 2. Handlungskomponente (andere managen, beeinflussen können)
Komponenten sozialer Intelligenz (Orlik, 1978)
1. Fähigkeit mit Menschen umzugehen; 2. Techniken zur Beeinflussung; 3. Kenntnisse von Regeln des soz. Lebens; 4. Sensibilität für das Verhalten anderer; 5. Wahrnehmungsfähigkeit für Befindlichkeiten
Integratives Rahmenmodell (Süß et al., 2005)
Soziales Verständnis, Soz. Wahrnehmung, Soz. Gedächtnis, Soz. Flexibilität und Kreativität, Soz. Wissen
Strategien zur Erfassung sozialer Intelligenz und Kompetenz
1. Lösen hypothetischer soz. Probleme; 2. Selbstbeurteilung; 3. Beobachtung
Erste Ansätze zur Erfassung sozialer Intelligenz
George Washington Social Intelligence Test (GWSIT; Mass et al., 1955); Six Factor Test of Social Intelligence (O'Sullivan & Guilford, 1966)
Probleme bei der frühen Erfassung soz. Intelligenz
Hohe Korrelation mit verbaler Intelligenz, soz. Intelligenz kann schwer als eigenständiges Konstrukt abgegrenzt werden
Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP; Hossiep & Paschen, 1998)
Erfassung relevanter Pers.-dimensionen durch Selbsteinschätzung; "person job fit", 210 Items in 4 Dimensionen; Gütekriterien alle befriedigend
Dimensionen des BIP
1. Berufl. Orientierung; 2. Arbeitsverhalten; 3. Psych. Konstitution; 4. Soziale Kompetenz (Sensitivität, Soziabilität, Durchsetzungsstärke, Kontaktfähigkeit, Teamorientierung)
Erfassung sozialer Intelligenz in verschiedenen Inventaren
NEO-FFI: Extraversion, Verträglichkit; IAF: Angst vor physischer Verletzung, Auftritten, Normüberschreitungen, Selbstbehauptung, Unterlegenheit; SVF 120: Bedürfnis nach sozialer Unterstützung, Abkapselung, Aggression; ICQ: Explizit soziale Kompetenz
Quellen diagnostischer Information
1. Objektive Information; 2. Selbstbild; 3. Fremdbild
Persönlichkeitsbereiche im JOHARI-Fenster (Luft & Ingram)
1. öffentliche Person (anderen & selbst bekannt); 2. Intimbereich (anderen unbekannt, selbst bekannt); 3. Blinder Fleck (anderen bekannt, selbst unbekannt); 4. Das Unbewusste (anderen & selbst unbekannt)
Wichtigster Teil der Verhaltensbeobachtung
Gute Operationalisierung, sonst gibt es Abweichungen in Einschätzungen von Verhalten
Beobachtung (Verhaltensbeobachtung soz. Kompetenzen)
Objektives Registrieren von Mikroaspekten, Anzahl und Dauer
Beurteilung (Verhaltensbeobachtung soz. Kompetenzen)
Einschätzen komplexer, weniger verhaltensnaher Merkmale, subjektiv
Magedeburger Test zur sozialen Intelligenz (MTSI; Süß et al. 2003)
Grundlage: integratives Rahmenmodell; Multi-Trait-Multi-Method-Ansatz; Selbsteinschätzungen realer Personen sind Kriterium für Richtigkeit der Einschätzungen (Leistungstest)
Facetten des MTSI
Soziales Verständnis, soziale Wahrnehmung, soziales Gedächtnis, soziale Kreativität, soziales Wissen
Definition emotionale Intelligenz (Salovey & Mayer, 1990)
"the subset of social intelligence that involves the ability to monitor one's own and others' feelings and emotions, to discriminate among them and to use this information to guide one's thinking and actions."
Fähigkeitskomponenten der Definition emotionaler Intelligenz nach Salovey & Mayer
1. Emotionswahrnehmungssensitivität; 2. Emotionsdiskriminationskompetenz; 3. Emotionsregulationskompetenz (interindividuelle Kompetenzen)
Four Branch Model of Emotional Intelligence (1997, Salovey & Mayer)
1. Regulation von Emotionen zur Förderung emotionalem/intellektuellen Wachstum; 2. Verstehen und Analysieren von Emotionen; 3. Förderung des Denkens durch Emotionen; 4. Wahrnehmung von Emotionen bei sich und anderen, emotionale Expressivität (Entwicklung beginnt in Kindheit, endet im Erwachsenenalter)
Trait Emotionale Intelligence Questionnaire (TEIQUE, 2001)
15 Skalen, die auf 4 Faktoren laden (Wohlbefinden, Selbst-Kontroll-Fähigkeiten, Emotionale Fertigkeiten, soziale Ferigkeiten); Globalwert für EI
Bar-On Emotionale Quotient Inventory (EQ-i; Bar-on, 2004)
5 Merkmalsbereiche: intrapersonelle und interpersonelle Fähigkeiten, Anpassungsfähigkeit, Stressmanagement, Stimmungslage
Trait-Meta-Mood-Scale (TMMS; Salovey et al., 1995)
48 Items in 3 Subskalen (Aufmerksamkeit für emot. Inhalte, Klarheit der Emotionswahrnehmung, Beeinflussbarkeit negativer Emotionen)
Mayer-Salovey-Caruso-Emotional-Intelligence Test (MSCEIT)
Aufbauend auf Four-Branches-Model; Expertenurteil als Kriterium; gute Reliabilität; jedoch pos. Korrelation mit verbaler Intelligenz
James Averill (1998) über Emotionale Kreativität
Genies sind auch auf dem Gebiet emotionaler Leistungen möglich
Guilford: Definition Kreativität
Fähigkeit zum divergenten Denken, schöpferischem Denken, Problemsensitivität, Denkflüssigkeit, Originalität
Definition Kreativität (Sternberg & Lubbart, 1999)
Fähigkeit, Werke zu schaffen, die sowohl neuartig als auch angemessen sind
sozial-konstruktivistische Perspektive der Kreativität
Kreativität als Relation, deren Bewertung ist abhängig von kulturellen/gesellschaftlichen Begebenheiten
Kennzeichen der kreativen Person
Wertschätzung ästhetischer Qualitäten, breite Interessen, Offenheit, Energie, Selbstvertrauen, intrinsische Motivation, Unabhängigkeit
Csikszentmihalyi (1997) zur Kreativität
Fähigkeit, Widersprüche in sich zu vereinen und Ziele zu erreichen, Formulierung 10 begrifflicher Oppositionen
Kreativitätsfördernde Umwelteinflüsse
Freiheit, Rollenmodelle, Ressourcen, Ermutigung
Kreativitätshemmende Umwelteinflüsse
Fehlen von Respekt und Autonomie, starker Wettbewerb
evolutionäre Erklärungsansätze für Kreativität
Liebe bzw. die Aussicht auf eine langfristige Beziehung führt zu höherer Kreativität
Probleme bei der Erfassung von Kreativität (Preiser, 2006)
1. Seltenheit kreativer Ideen; 2. Prozesse sind nicht immer voll determiniert; 3. basieren auf multiplen Determinanten; 4. multidimensionale Merkmale bei kreat. Personen; 5. Leistungen sind bereichsspefizisch; 6. Bewertung hängt von subjektiver Einschätzung ab
Test zum schöpferischen Denken - Zeichnerisch (TSD-Z)
Screening Insturment, Kulturfairness, quantitative Erfassung der Ideenflüssigkeit, ab 5 Jahren einsetzbar; Testmaterial: 6 figurale Fragmente, die zum Zeichnen anregen sollen; Auswertung nach 14 Kategorien
Kritik TSD-Z
einfach, kurz; qualitative Merkmale; auf für jüngere Kinder geeignet, jedoch wird nur Teilbereich der Kreativität erfasst, subjektive Auswertung
Analyse schlussfolgernden und kreativen Denkes (ASK)
speziell für Erwachsene mit Abitur (Vorselegierung), für Fragestellungen zur Laufbahnberatung, ca. 40 Minuten, Prüfung von 4 Aufgabentypen
Aufgabentypen des ASK
1. Sätze kombinieren; 2. Hypothesen generieren aus statistischen Zusammenhängen; 3. Bedingungsgefüge generieren; 4. Kategorien bilden
Kritik ASK
Differenzierung durch 2 komplementäre Merkmale möglich, sehr sorgfältig konstruiert, jedoch nur verbales Testmaterial, Kriterien der Itemkonstruktion sind nicht ausgeführt