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Motive und Interessen


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Motivation
individuelle Aktivierung aller psychischer Funktionen zur Erreichung eines Ziels
Motiv
Auf ein Ziel gerichtetes Personenmerkmal, welches interindividuell unterschiedliche Aktivierbarkeit erklärt; latente Bereitschaft, zu reagieren
L = K * W
Leistung als Produkt von Können und Wollen, bedingt durch Fähigkeit und Motivation
Murray: Anzahl und Klassen von Motiven
17 physische, primäre Bedürfnisse; 27 psychische, sekundäre Bedürfnisse; zyklische, regulatorische, positive/negative; manifeste/latente, biogene/soziogene, explizite/implizite
Implizite Motive
Messung durch TAT, vorsprachlich, Basis: Affekte, "natürliche" Auslöser, Informationsverarbeitung automatisch, Abruf unbewusst
Explizite Motive
Messung zB. durch Fragebogen, nach Spracherwerb, Basis: Selbstkonzepte, angeregt durch soziale Appelle, Normen; Informationsverarbeitung kontrolliert, Abruf bewusst
Unterschied Bedürfnis/Motiv
Bedürfnissse richten sich auf Zielkategorien, Motive umfassen breitere Funktionsbereiche
Leistungsmotiv (nAchievement)
Hoffnung auf Erfolg vs. Furcht vor Misserfolg; definiert durch Konkurrenz; inwieweit will eine Person Leistung zeigen und gibt sich Ziele selbst vor
Messung Leistungsmotiv
Direkt: Befragung, z.B. MARPS, AMS; projektiv: uneindeutige Testsituationen, z.B. Rorschach, TAT; objektiv: Indikatoren messen; Leistungsmotivgitter
Anschlussmotiv (nAffiliation)
Hoffnung auf Anschluss vs. Furcht vor Zurückweisung; Motivation Bekanntschaften/Beziehungen einzugehen
Messung Anschlussmotiv
direkt: affirmative tendency, sensitivity to rejection; projektiv: TAT; semi-projektiv: Anschlussmotivgitter
Machtmotiv (nDominance)
Hoffnung auf Kontrolle vs. Furcht vor Kontrollverlust; Verschiedene Arte manifestierender Macht und Machtquellen; neg. Komponente: Furcht vor Zuwachs, Verlust, Machtausübung etc.
Messung Machtmotiv
Projektiv: Veroff-/Ulemann-TAT; semi-projektiv: Machtmotivgitter
Verfahren zur Motivmessung
Thematischer Apperzeptionstest (TAT), Mehrabian Achievement Risk Preference Scale (MARPS), Achievement Motives Scale (AMS)
TAT (Murray, 1943)
Verfahren zur Motivmessung (projektiv); Gütekriterien alle kritisch zu bewerten; Gittertechnik als Kombination von TAT und Fragebogen, semi-projektiv, Gütekriterien befriedigend
MARPS (Mehrabian Achievement Risk Preference Scale)
Fragebogen um explizite Motive zu erfassen; ökonomisch; Abfragen von Verhaltensweisen; Gütekriterien befriedigend
AMS (Achievement Motives Scale, 1980)
Messung von Motiven, 10 Items, Gütekriterien ok
Arten von Interessen
Objektbezogen, Tätigkeitsbezogen (intrinsische Motivation), Ergebnisbezogen (an bestimmten Zustand)
RIASEC (objektbezogen)
Sechs Dimensionen werden in hexagonalem Modell verortet (Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprizing, Conventional); je ähnlicher die Dimensionen, desto weiter auseinander
Instrumente zur Erfassung von Interessen
Vocationale Preference Inventory (VPI), Berufsinteressentest (BIT-II), Allgemeiner Interessen Strukturtest (AIST-R), Self-Directed Search (SDS)
BIT-II (Berufsinteressentest II)
Verfahren zur Messung von Interessen; 9 verschiedene Tätigkeitsdimensionen; Version 1: forced choice - intraindividuelle Beratung; Version 2: Rating - interindividuelles Screening
FSI (Fragebogen zum Studieninteresse)
Verfahren zur Messung von Interessen; 18 Items (gefühls-, wertbezogen, intrinsisch); Version 1: forced choice, Version 2: Rating
Definition Projektive Verfahren
uneindeutiges, ambivalentes, unstrukturiertes Reizmaterial, das durch trainierte Urteiler ausgewertet werden sollte
Vorteile Projektive Verfahren
uneingeschränkter Handlungsspielraum; nicht-verbal; Verhaltensbeob. möglich; idiografische Antworten
Brickenkamp: Persönlichkeitsentfaltungsverfahren
Formdeuteverfahren (Rorschach), Verbal-Thematische Verfahren (TAT), Zeichnerische Verfahren (Fam. in Tieren), Gestaltungsverfahren (Sceno), Wahlverfahren (Lüscher)
Rorschach Test
Formdeuteverfahren, Breitbandverfahren, 10 Tintenklecksbilder, die gedeutet werden sollen. Anschliessende formale Auswertung
Kritik Rorschach Test
heterogene Bewertungen, keine gute theoretische Fundierung, falsche Klassifikationen, kulturelle Verzerrungen möglich
Thematischer Apperzeptionstest
Vorgabe mehrdeutiger Bildtafeln, Erzählen von Phantasiegeschichten dazu. Erfassung impliziter Motive; Verbal-thematisches Verfahren
Beispiele für semi-projektive Verfahren
Multi-Motiv-Gitter (Erfassung Anschluss-, Leistungs- und Machtmotiv); Rosenzweig Picture Frustration Test
Familie in Tieren (Brem-Gräser, 1975)
Zeichnerisches Verfahren; v.a. für Kinder; Familie soll als Tiere gezeichnet werden; Auswertung formal, inhaltlich, nach Gruppierung, Größe, etc.
Kritik Familie in Tieren
keine empirische Grundlage, hohe Variation zw. Studien (Reliabilitäten), unklare inkrementelle Validität, jedoch gut geeignet als Kommunikationsmittel
Sceno-Test (von Staabs, 1998)
Gestalterisches Verfahren; non-verbale Vermittlung; 16 Puppenfiguren und Zusatzmaterial sollen zu Szene aufgebaut werden
Kritik Sceno-Test
z.T. veraltetes Material, Gefahr von "wilden Deutungen", sehr teuer, sollte nur zur Exploration dienen
Lüscher Diagnostik
Wahlverfahren, anhand von Farbtafeln soll ein Persönlichkeitsbild hergestellt werden, jedoch kein empirischer Zusammenhang, nicht tauglich für Diagnostik
Bewertung projektiver Verfahren
Umstritten, bei Kindern zur Exploration sinnvoll. Werden von ca. 51,6% trotz z.T. ungenügender Gütekriterien genutzt
Fazit zu projektiven Verfahren
tiefenpsych. Interpretation nicht haltbar; einige (semi-projektive) genügen Kriterien der KTT; eher qualitative Verwendung als Explorationshilfe