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Stress und Bewältigung


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Konzepte von Stress
Stress als... 1. Input, 2. Output, 3. Transaktion
Stress als Input
externe Reize, ich-involvierte Situation vs. physische Gefährdung; Stressoren: physikalisch, psychisch, soziale; Kaluza (2004): Zivilisatinsstressoren, Stressoren in der Familie
Stress als Output
biologische und physiologische Reaktionen des Organismus; Allgemeines Adaptionssyndrom (längerfristige Aktivierung führt zu Krankheiten, kurzfristige Aktivierung ist evolutionär sinnvoll)
Drei Phasen des AAS (Selye, 1976)
1. Alarmreaktion; 2. Widerstandsphase; 3. Erschöpfungsphase
Stress als Transaktion
Lazarus: Stress resultiert, wenn die Umgebungs- oder inneren Anforderungen Ressourcen stark beanspruchen oder übersteigen
Stressbewältigung
Alle Bemühungen, unabhängig vom Erfolg
Folkman & Laux (1993): positive Emotionen bei Bewältigung
taugen als Unterscheidungskriterium zwischen coping (Bewältigung) und emotion regulation (Regulation)
Drei Klassen von Bewältigungsreaktionen
1. Intrapsychische Bewältigung (kog. Prozesse); 2. Aktionale Bewältigung (offenes,beobachtbares Verhalten); 3. Expressive Bewältigung (Emotionsausdruck)
Vier ähnliche Bewältigungsfaktoren (aus Faktorenanalyse)
1. Aktives Bewältigen; 2. passiv-vermeidendes Bewältigen; 3. Suche nach sozialer Unterstützung; 4. positive kognitive Umstrukturierung
Funktionen von Bewältigung
1. Regulation von emotionalem Distress; 2. Problemlösung
Vier Klassen von Regulation (Laux & Weber, 1991)
1. Emotionsregulation; 2. Situationregulation; 3. Selbstregulation; 4. Interaktionsregulation
Unterschied Bewältigunsfunktionen und -intentionen
Bewältigungsfunktionen haben ein hohes Abstraktionsniveau, Bewältigungsintentionen sind konkrete, vielfältige, idiosynkratische Ziele
Effektivitätskriterien von Bewältigung
subjektive (Selbsteinschätzung), objektive (physiolog. Indikatoren), inhaltliche (Wohlbefinden), zeitliche (kurz- oder langfristig effizient), Berücksichtigung funktionaler Zusammenhänge
Das dynamisch-transaktionale Modell der Stressbewältigung von Lazarus und Folkman
Wechselwirkungen zwischen Person und Umwelt ergeben eine neue, gemeinsame Analyseeinheit
Phasen der Modells von Lazarus und Folkman
potentielle Stressoren - Primärbewertung - stressbezogene Auseinandersetzung - Sekundärbewertung - Stressbewältigung - Neubewertung
Primäre Bewertung (Lazarus & Folkman)
Wird eine Person-Umwelt-Transaktion (PUT) als stressig erlebt? irrelevant - positiv - stressbezogen (Bedrohnung, Schaden, Herausforderung)
Sekundäre Bewerung (Lazarus & Folkman)
Was kann getan werden, um Stress zu bewältigen? Abfolge nicht unbedingt nacheinander
Neubewertung (Lazarus & Folkman)
Nach Bewältigungsversuch der PUT; positive oder negative Neubewertung
Umwelt- und Personenmerkmale (Lazarus & Folkman)
Beeinflussen Einschätzungsprozesse der Stressoren; Ablehnen stabiler Bewältigungsstile (wg. Komplexität)
Lazarus-Zajonc-Debatte (Zajonc)
vertritt die Position, dass Kognitionen und Emotionen voneinader unabhängige Systeme sind und Emotionen auch ohne die Beteiligung von Kognitionen entstehen
Lazarus-Zajonc-Debatte (Lazarus)
vertritt die Position, dass kognitive Einschätzungsprozesse auch unbewusst ablaufen können (Mußturbationen)
Bewertung stabiler Bewältigungsstile (Lazarus & Folkman)
werden abgelehnt, da sie der Komplexität des Bewältigungsprozesses nicht gerecht weren würden und einen geringen Beitrag zur Vorhersage von Bewältigungsverhalten leisten
Mediatorhypothese (Stressbewältigung und Persönlichkeit)
Persönlichkeitsmerkmale wie Neurotizismus beeinflussen die Auswahl von Bewältigungsreaktionen, die den Zusammenhang von Persönlichkeitsmerkmalen und emotionale Zuständen mediieren
Exposure-Reactivity-Modell (Bolger & Zuckermann, 1995)
Persönlichkeitsmerkmale hängen mit dem Ausmaß zusammen, in dem Stress überhaupt erlebt wird, sowie mit dem Ausmaß der emotionalen physischen Reaktionen
dysfunktionale Persönlichkeitsmerkmale (Stressbewältigung)
niedriger soziodemografischer Statur, hohe Neurotizismusausprägung, Feindseligkeit
funktionale Persönlichkeitsmerkmale (Stressbewältigung)
hohe Extraversionsausprägung, Kohärenzsinn (entscheidender Faktor für Salutogenese/Entstehung von Gesundheit), Hardiness (Widerstandsfähigkeit)
Trierer Inventar zum chronischen Stress (TICS; Schul, Schloz & Becker, 2004)
Erfassung von Facetten des chronischen Stresserlebens in neun verschiedenn Lebensbereichen; Einsatz: klin. Praxis/Beratung, Screening; 57 Items, ca. 15 Minuten; Gütekriterien gut
Erfasste Bereiche im TICS
Arbeitüberlastung, soziale Überlastung, Erfolgsdurck, Unzufriedenheit mit der Arbeit, Mangel an sozialer Anerkennung, soz. Spannungen, soz. Isolation, chronische Besorgnis
Stressverarbeitungsfragebogen (SVF; Erdmann & Janke, 2008)
Erfassung von Stressverarbeitungsstrategien (habituelle Persönlichkeitsvariablen); Einsatz: klin. Forschung/Praxis, Diagnostik; ausgehend von Lazarus' Stressmodell; Normalform (120 Items), Kurzform (78 Items); Güte befriedigend
COPE (Carver, Scheier & Weintraub, 1989)
Erfassung von 13 Bewältigungsstrategien in 60 Items, habitueller und situativer Einsatz von Bewältigungsreaktionen; 3-4 übergeordnete Bewältigungsdimensionen
Bewältigungsdimensionen im COPE
Aktive Bewältigung, vermeidende Bewältigung, Suche nach sozialer Unterstützung, positive Neuinterpretation
Mainzer Modell der Bewältigungsmodi und Angstbewältigungs Inventar (Krohne & Egloff, 1999)
Erklärung interindividueller Unterschiede bei der Verhaltens-/ Emotionsregulation in bedrohlichen Situationen; versch. kognitive Stile (Vigilanz: Aufnahme/Verarbeitung; kog. Vermeidung (Abwehr)); 4 Bewältigungsmodi; Gütekriterien gut
Funktonalität von Vigilanz (VIG) und kognitiver Vermeidung (KOV)
VIG: Reduktion der mit Angst verbundenen Unsicherheit; KOV: Reduktion der mit Angst verbundenen Erregung
Bewältigungsmodi (Mainzer Modell...)
1. Sensitizer; 2. Represser; 3. Ängstliche; 4. Nichtdefensive
Sensitizer (Mainzer Modell...)
VIG hoch, KOV niedrig: intolerant gegen Unsicherheit; Reaktion: Planung, Selbstbeschuldigung
Represser (Mainzer Modell...)
VIG niedrig, KOV hoch: intolerant gegen Erregung; Reaktion: Bagatellisieren, Herunterspielen
Ängstliche (Mainzer Modell...)
VIG hoch; KOV hoch: intolerant gegen Unsicherheit/Erregung, fluktuierender Einsatz von vigilanten/kog. vermeidenden Strategien
Nichtdefensive (Mainzer Modell...)
VIG niedrig, KOV niedrig: tolerant gegen Unsicherheit und Erregung; situationsspezifische Bewältigung