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Selbstbezogene Konstrukte


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Drei Kategorien selbstbezogener Konstrukte nach Schütz et al.
1. Selbstkonzeptinhalt und -struktur; 2. Selbstbewertungen; 3. handlungsbezogene Konstrukte
Unterscheidung von Selbst und Persönlichkeit vor dem Hintergrund verschiedener Forschungstraditionen
differentiell-psychologische Persönlichkeitsforschung vs. sozial-kognitives Pradigma
Unterscheidungen nach W. James (1890)
self-as-known (me) vs. self-as-knower (I)
Definition Selbstkonzept
Organisierte Erfahrungen bezüglich der eigenen Person in konzeptuellen Systemen, mentalen Repräsentationen, hierarchische Struktur
Unterschiede des Selbstkonzepts zu anderen Strukturen
1. umfangreicher; 2. stärkere Interkonnektionen; 3. häufiger aktiviert; 3. affektive Komponente (Selbstwert)
Unterscheidung deklaratives und prozedurales Wissen
faktisches Wissen über die Welt vs. Kentnisse über Manipulation/Transformation deklarativen Wissens
Selbstschemata
besonders wichtige Selbstbilder; stabile, überdauernde, differenzierte Wissensstrukturen; Generalisierungen über das Selbst
H. Markus (1977): Selbsteinschätzungsmaße in Hinblick auf (Un-)abhängigkeit
1. unabhängige: Einstufung als unabhängig, hohe Wichtigkeit, schematic; 2. abhängige: Einstufung als abhängig, geringe Wichtigkeit, schmatic; 3. Aschematics: mittlere Ausprägung, geringe Wichtigkeit
Potentielle (zukunftsbezogene) Selbstbilder
1. erwartete Selbstbilder; 2. erhoffte Selbstbilder; 3. gefürchtete Selbstbilder
Close-ended self-concept measures (Markus & Nurius, 1986)
Vorgabe von Deskriptoren, Bewertung auf fünfstufiger Skala; betrifft potentielle Selbstbilder
Coopersmith (1967): Selbstwertschätzung
habituelle Selbstbewertung, subjektive Empfindung des eigenen Wertes
Facetten der Selbstwertschätzung
emotionale Facette, Leistungsfacette, sozialer Selbstwert, körperbezogener Selbstwert
Rosenberg-Self-Esteem-Scale (Filipp & Ferring, 1996)
10 Items, die den globalen Selbstwert eindimensional erfassen
Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS)
Erfassung des globalen Selbstwert und Facetten, hierarchischer Aufbau, 32 Items in 6 Subskalen (aufgeteilt ind allgemeine und körperbezogene SWS), gute Gütekriterien
Subskalen der MSWS
1. emotionale Selbstwertschätzung; 2. soziale SWS - Sicherheit im Kontakt; 3. soziale SWS - Umgang mit Kritik; 4. leistungsbezogene SWS; 5. SWS physische Attraktivität; 6. SWS Sportlichkeit
Core Self Evaluations (CSE; Judge, 2009)
Umfasst Selbstwert, self-efficacy, Locus of Control, Low neuroticism; zufriedenstellende Gütekriterien, jedoch mehr verhaltensbezogene Validierung notwendig
Drei Bereiche des Narzissmus
1. zentrales psychoanalytisches Konzept; 2. Persönlichkeitsstörung; 3. mehrdimensionales Persönlichkeitsmerkmal im subklinischen Bereich
Naszisstische Persönlichkeitsstörung (erstmals DSM-III)
tiefgreifendes Muster von Großartigkeit, Mangel an Empathie, grandiose Selbstsicht, ausbeuterische Beziehungsmuster
Narzissmus-Persönlichkeits-Inventar (NPI; Schütz et al., 2004)
Erfassung als subklinisches Merkmal in 6 Facetten: psychische Eitelkeit, Anspruch, Überheblichkeit, Führungspersönlichkeit, Ehrgeiz, Kompetenzüberzeugung
Empirische Befunde aus studentischen Stichproben zu Narzissmus
Erwartung höherer Noten, Überschätzung der Intelligenz, der Attraktivität, narzisstischer Sprachstil, ludischer Liebesstil, Bedürfnis nach Macht und Autonomie, hohe Empfindlichkeit gegenüber Kritik
Selbstregulations-Prozessmodell des Narzissmus (Morf & Rhodewalt, 2001)
Selbstwertschätzung ist fragil/instabil; Ziel: Aufrechterhaltung; intrapsychische und interpersonelle Regulationsstrategien; Leistungen bleiben zurück, paradoxer Beziehungsstil; Unerreichbarkeit des grandiosen Selbst
Schwerpunkte des sozial-kognitiven Paradigmas
Selbstgestaltung und -regulation, Wichtigkeit der sozialen Umwelt und kognitiver Prozesse; situationsspezifisches Verhalten, komplexe Verhaltensmuster, systematische Forschung wichtig
Self-Efficacy (Bandura, 1977,1997)
Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ein Verhalten, dass zum Erreichen eines Ziels notwendig ist, erfolgreich ausführen zu können; subjektive Kompetenzerwartung
Ergebniserwartung
Erwartung, dass ein Verhalten unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, mit der man es ausführen kann, zu einem bestimmten Ergebnis führt
positive Effekte hoher Selbstwirksamkeit
Wahl herausfordernderer Ziele, größere Anstrengungen, Aufgaben werden in besserer Stimmung begonnen, Stress wird besser bewältigt
Erwartung, bestimmte Selbstbilder vermitteln zu können (Mummendey, 1995)
Konzeptualisierung als habituelles Persönlichkeitsmerkmal, da Selbstdarstellungssituation sehr komplex ist
Skala zur Erfassung der generalisierten Kompetenzerwartung (Jerusalem & Schwarzer, 1993)
10 Items, 4-stufiges Antwortformat, gute Normen, Gütekriterien
Selbstregulation (Bandura, 1989)
Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und zielgerichtet zu handeln, hängt entscheidend von kognitiven Prozessen ab
Zielsetzen wird begonnen durch
...Diskrepanz zwischen aktuellem Ist-Zustand und internem Standard
Weg vom Denken zum Verhalten
1. Setzen des Ziels; 2. Abschätzen des Aufwands zur Zielerreichung; 3. Einschätzung der eigenen Selbstwirksamkeit
Selbstdarstellung
Versuche, Bilder der eigenen Person zu vermitteln, um den Eindruck, den andere über einen haben, zu kontrollieren und zu steuern
Modus der Selbstdarstellung
läuft meist im Hintergrund ab, nur in bestimmten Situationen vordergründig
Interpersonelle Handlungskompetenzen
1. Wissen darüber, wie Techniken eingesetzt werden müssen; 2. Fähigkeit, diese Techniken tatsächlich einzusetzen; 3. Selbstwirksamkeitserwartung
Motive für Selbstdarstellung
1. Publikumszentrierte Motive; 2. Individuumszentrierte Motive; 3. Prosoziale Motive
Kennzeichen hoher Selbstüberwacher
publikumsorientierung, hohe Darstellungskompetenzen, intraindividuelle Verhaltensvariabilität
Kennzeichen niedriger Selbstüberwacher
Innenorientierung, geringe Darstellungskompetenzen, intraindividuelle Konsistenz
Zwei Stile des bimodalen Modells (Lennox & Wolfe, 1984)
1. akquisitiver Stil (Appetenzmotiv, Gewinne aus Interaktion); 2. protektiver Stil (Aversionsmotiv, soz. Situation wird pessimistisch betreten)
Kennzeichen des bimodalen Modells
genutzter Stil ist situationsabhängig, interaktionistischer Standpunkt wird vertreten
Internalisierung/"carry-over" der öffentlichen Selbstdarstellung
Selbstdarstellung beeinflusst, wie Person sich selbst sieht
Verzerrungen in der Selbstdarstellung
"not-even-your-best-friend-will-tell-you"-Phänomen, Imposter Phänomen, Negativitätsbias bei sozialer Ängstlichkeit